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Kurzbeschreibung des Projekts

Projektnummer   Translational-Research  L516
Titel   Nahrungseffekte auf Fettsäuren und Quecksilber in Karpfen
ProjektleiterIn   KAINZ Martin
Bewilligungsdatum   03.03.2008
Universität / Forschungsstätte   Wasserkluster Lunz - biologische Station GmbH Biogeochemical Processes in Ecosystems - Research and Management, Wasserkluster Lunz
Gebiet(e)  
Keywords   nutrition, domestic fish farming, ecotoxicology, polyunsaturated fatty acids
Homepage   http://www.wassercluster-lunz.ac.at


Ziel dieses 'translational research' Antrags ist es Effekte von essentiellen Nährstoffen (mehrfach ungesättigte Fettsäuren; PUFA) und potentiell toxischer (Methylquecksilber; MeHg) Fischnahrung auf PUFA und MeHg-Konzentrationen sowie auf den somatischen Wachstumszustand von in Österreich häufig verzehrten Karpfen (Cyprinus carpio) zu untersuchen. Dieser Antrag verbindet verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen aus Ökologie, Ökotoxikologie und Ernährung. Basierend auf Fischnahrung aus unterschiedlicher biochemischer Zusammensetzung, werden die Hypothesen getestet, dass A) erhöhte biochemische Qualität (ermittelt durch omega-3 und -6 PUFA) der Fischnahrung erhöhte PUFA Konzentrationen in C. carpio hervorrufen (Effekt des selektiven Nahrungsrückhalts essentieller Nährstoffe); und B) erhöhte Konzentrationen des Schadstoffs MeHg erhöhte MeHg-Konzentrationen im C. carpio bewirken. Weiters wird untersucht wie sich PUFA-Zusammensetzungen in Fischnahrung auf das somatische Wachstum von C. carpio auswirkt. Dabei wird erwartet, dass hohe RNA:DNA Verhältnisse im Zusammenhang mit hohem somatischen Wachstum stehen, da RNA als Indikator für Biomasseaufbau und DNA für Zellreproduktion dient, was wiederum einen Indikator für den Zustand dieses Fischs darstellt. Ergebnisse dieses Projekts werden unser Verständnis erweitern, wie Fischnahrung den biochemischen und somatischen Fischzustand beeinflusst. Diese Ergebnisse stehen im direkten Anwendungsbereich für Fischfutterhersteller und Fischzüchter, da sie erkennen wie das Futter PUFA-Konzentrationen im C. carpio erhöhen und MeHg-Konzentrationen senken kann. Erstellte Kosten-Nutzen Abschätzungen für MeHg-PUFA Profile im C. carpio werden schließlich Grundlage für hoch erwünschte Ernähungsempfehlungen bilden (Bedeutung für Präventivmedizin). Diese Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung profitiert von der Zusammenarbeit mit dem Fischfutterhersteller GARANT Austria, der langjährigen Erfahrung der Teichwirtschaft T. Kainz (nicht mit dem Antragsteller verwandt!) und der wissenschaftlichen Expertise in aquatischer Lipidökologie und Ökotoxikologie des Hauptantragstellers.



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