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Kurzbeschreibung des Projekts
| Projektnummer |
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Einzelprojekte
P15084
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| Titel |
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OCT3 im sympathischen Nervensystem der Ratte |
| ProjektleiterIn |
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HUCK Sigismund |
| Bewilligungsdatum |
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26.06.2001 |
| Universität / Forschungsstätte |
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Zentrum für Hirnforschung, Medizinische Universität Wien |
| Gebiet(e) |
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| Keywords |
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NORADRENALINE, RAT, UPTAKE 2, SUPERIOR CERVICAL GANGLION, OCT3, NEURON |
| Homepage |
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http://www.univie.ac.at/brainresearch/
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Die Errungenschaften der Molekularbiologie haben in jüngster Zeit zur Klonierung
von drei Transportermolekülen geführt, die im sympathischen Nervensystem
die Kompartimentierung des Neurotransmitters Noradrenalin (NA) bewirken: des transmembranösen
NA-Transporters (NAT); des vesikulären Monoamintransporters VMAT; und schließlich
des organischen Kationentrans-porters 3 (OCT3), aus der klassischen Pharmakologie-Literatur
besser bekannt als Uptake2. Der Uptake2 wurde bisher stets als nicht-neuronaler
Mechanismus zur Entfernung von NA verstanden. Rezente Beobachtungen mittels in
situ Hybridisierung lassen allerdings vermuten, dass OCT3 auch in Nervenzellen
der Netzhaut sowie in bestimmten Neuronen des Zentralnervensystems vorkommt. Allerdings
wurde bis heute weder der Nachweis geführt, ob und in welcher Form auch das
Genprodukt von OCT3 in Neuronen existiert, noch wurde versucht, dem Transporter
eine Funktion in Nervenzellen zuzuordnen. OCT's sind Transportmoleküle, die
typischer Weise in Organen mit hoher sekretorischer/resorbtiver Leistung (wie
Leber, Niere, Placenta) zu finden sind.
Wir konnten bereits mittels RT-PCR zeigen, dass mRNA von OCT3 (nicht aber von
OCT1 und OCT2) in ganzen Ganglien, in aufgereinigten Nervenzellkulturen, sowie
in (Phasenkonstrast-identifizierten) einzelnen Neuronen im sympathischen Nervensystem
der Ratte vorkommt. Unsere vorläufigen Versuche mit Guanidin, das vom OCT3
als Substrat akzeptiert und transpor-tiert wird, lassen vermuten, dass OCT3 in
diesen Nervenzellen auch funktionell aktiv ist. Wesent-liche Aspekte des nunmehr
geplanten Forschungsprojektes beinhalten die Generierung von OCT3-spezifischen
Antikörpern, mit deren Hilfe die Gewebsverteilung und genaue Lokalisation
des Transporters untersucht werden kann. Um Hinweise über mögliche Funktionen
zu erhalten werden wir die Aufnahme und Freisetzung von bekannten Substraten des
OCT3/Uptake2 (wie Isoprenalin und MPP+) in Ab- und Anwesenheit von Antagonisten
des Transporters ermitteln. Patch Clamp Messungen sollen schliesslich Aufschluss
über transmembranöse Ladungsverschiebung durch den OCT3 liefern.
Bei einem erfolgreichen Abschluss dieses Projektes erwarten wir nicht nur die
zweifelsfreie Bestätigung der Anwesenheit von OCT3 in Nervenzellen, sondern
auch Hinweise für eine mögliche Funktion in Neuronen. Anbetrachts der
Gewebsverteilung von OCT3 in den genannten Organen, seiner Expression in Gliazellen
des Zentralnervensystems, sowie in Nervenzellen ohne unmittelbaren Bezug zum sympathischen
Nervensystem (z.B. Purkinje-Zellen im Kleinhirn) wären wir nicht überrascht,
wenn die biologische Bedeutung von OCT3 unabhängig vom Abtransport des Neurotransmitters
Noradrenalin zu suchen ist.
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Hinweis |
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