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Kurzbeschreibung des Projekts
| Projektnummer |
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Einzelprojekte
P15767
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| Titel |
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Konformationen dehydratisierter/teilhydratisierter Proteine |
| ProjektleiterIn |
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BREUKER Kathrin |
| Bewilligungsdatum |
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07.05.2002 |
| Universität / Forschungsstätte |
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Institut für Organische Chemie, Universität Innsbruck |
| Gebiet(e) |
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| Keywords |
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Protein, Mass Spectrometry, Electron Capture Dissociation, Hydration, FT-ICR, Conformation |
| Homepage |
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http://www.bioms-breuker.at/
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Wasser ist von zentraler Bedeutung für die biologische Aktivität von
Proteinen. Erst durch die komplexe Wechselwirkung zwischen Wassermolekülen
und einem Protein wird dessen jeweilige "native", also biologisch aktive,
dreidimensionale Struktur stabilisiert. Viele Proteine sind nur in Verbindung
mit Kofaktoren (wie zum Beispiel dem Häm) biologisch aktiv. Auch in diesem
Fall bewirken Wassermoleküle, dass der aus Protein und Kofaktor bestehende
Komplex eine stabile, biologisch aktive Gesamtstruktur annimmt. Häufig finden
sich sogar strukturbildende Wassermoleküle an der Grenzfläche zwischen
Protein und Kofaktor; sie können daher als integrale Bestandteile des aktiven
Komplexes betrachtet werden. Proteine können erst nach Abschluss ihrer Biosynthese
am Ribosom ihre funktionelle Struktur ausbilden. Für diesen Prozess, die
Proteinfaltung, spielt Wasser ebenfalls eine essentielle und bisher nicht ausreichend
verstandene Rolle. Der Bedeutung von Wasser für die Funktion von Proteinen
wird in jüngster Zeit zunehmend Beachtung geschenkt, und Proteine in der
kondensierten Phase werden immer häufiger mittels NMR-Spektroskopie und Röntgenkristallstrukturanalyse
unter dem Aspekt der Hydratation studiert. Ein grundsätzlich anderer und
neuer experimenteller Ansatz, mit dem im Gegensatz zu den oben genannten Methoden
auch komplett desolvatisierte und partiell hydratisierte Proteine untersucht werden
können, soll in diesem Projekt realisiert werden. Dabei werden die Proteine
in einem Sprühprozess zunächst vom Grossteil des Lösungsmittels
befreit, anschliessend werden die verbliebenen Wassermoleküle kontrolliert
verdampft. Zurück bleiben, je nach gewählten experimentellen Bedingungen,
komplett desolvatisierte oder partiell hydratisierte Proteine, die in einem speziellen
Massenspektrometer mit Ionenspeicher-Eigenschaften studiert werden können.
Eine neue massenspektrometrische Technik, die Elektronen-Einfang Dissoziation
(Electron Capture Dissociation, ECD), ermöglicht dann die Lokalisierung der
Wassermoleküle in den partiell hydratisierten Proteinen. Ausserdem geben
die mittels ECD erhaltenen Strukturinformationen Auskunft darüber, wie sich
die Proteinstruktur durch Hydratation ändert, und es können sogar Energien
von Faltungsprozessen desolvatisierter Proteine bestimmt werden. Das Ziel dieses
Projekt ist, experimentelle Antworten auf einige derzeit kontrovers diskutierte
Fragen zu geben: Wie sehr gleichen sich die Strukturen von vollständig gelösten
und komplett desolvatisierten Proteinen? Auf welche Weise beeinflusst die Hydratation
die Struktur eines Proteins? Was ist der Effekt der Hydratation auf die Proteinfaltung?
Neben ihrer grundlegenden Relevanz für biochemische Prozesse werden die Resultate
dieses Projekts von grosser Bedeutung für die biochemische Analytik mittels
moderner massenspektrometrischer Verfahren sein, und sie stellen einen Verknüpfungspunkt
mit Protein-Modellrechnungen dar.
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Hinweis |
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