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Kurzbeschreibung des Projekts

Projektnummer   Einzelprojekte  P17858
Titel   Zur Identifizierung von Amphoren-Typen aus Ephesus
ProjektleiterIn   BEZECZKY Tamas
Bewilligungsdatum   07.03.2005
Universität / Forschungsstätte   Institut für Kulturgeschichte der Antike, Österreichische Akademie der Wissenschaften
Gebiet(e)  
Keywords   Amphora, Ancient trade, Ephesus, Ancient ceramic industry, Ceramic research, Hellenistic and Roman imperial period
Homepage   http://www.oeaw.ac.at/Antike


Dieses neue Projekt befasst sich hauptsächlich mit drei Amphorentypen, deren Ursprung und Entwicklung wichtige Aspekte für die römische Wirtschaftsgeschichte erwarten lassen.

Ephesus spielte eine nicht zu unterschätzende Rolle, wenn wir die Handelsgeschichte im römischen Reich untersuchen. Amphoren, die in allen Teilen des römischen Reiches vorkommen, sind ideale Objekte um römische Handelsgeschichte näher zu untersuchen. Die Beschäftigung mit ihnen lässt uns auch gewisse nachvollziehbare Verbreitungsmuster erkennen, die sich sowohl auf die Form als auch auf das Material beziehen. Mit Hilfe von typologischen und naturwissenschaftlichen Studien können wir nachweisen, wo Amphoren produziert wurden, wer sie produzierte bzw. welche Inhalte sie besaßen und wohin sie geliefert wurden. Amphoren, in denen man hauptsächlich Wein, Olivenöl und Fischsauce transportierte, sind ein unverzichtbarer Teil des römischen Lebensstils. Außerdem können wir Amphoren mit einer ganzen Reihe von antiken Schriftquellen in Zusammenhang bringen.

Amphoren, die im Fundmaterial der Tetragonos-Agora und in den Hanghäusern von Ephesos gefunden wurden, kommen von unterschiedlichsten Produktionsorten zwischen der iberischen Halbinsel bis zum Schwarzen Meer. An beiden Fundorten gibt es hellenistisch-republikanische und frührömische Amphoren aus gut datierten Fundkomplexen. Obwohl die Forschungsgrundlagen zu römischen Amphoren bereits gelegt wurden, bleiben noch viele offene Fragen unbeantwortet, die in diesem Projekt anhand von drei speziellen Amphorentypen untersucht werden sollen. Es ist zu erwarten, dass die intensive Beschäftigung mit den drei genannten Amphorentypen eine Reihe von wichtigen Fragestellungen in diesem Forschungsbereich beantworten kann. Obwohl die Fragestellungen in der Forschung schon zuvor teilweise behandelt wurde, ist es nicht gelungen mehr als Theorien und unbewiesene Annahmen aufzustellen. Mit Hilfe des reichen und bisher unpublizierte Amphorenmaterial aus den neueren Grabungen von Ephesus könnten die entscheidenden Nachweise erbracht werden.

Frühere Forschungen haben alle in Ephesus vorkommenden Amphorentypen konstatiert. Doch schließen sich hier noch eine ganze Reihe bisher unbeantworteter Detailfragen an.

Es gibt drei Typen von Amphoren (Rhodische Amphoren, Amphoren Typ Dressel 21-22 und lokal hergestellte hellenistische Amphoren), die in Ephesus in großen Mengen auftreten. Ihre Herkunft ist umstritten, wobei die Forschung schon die verschiedensten Teile des römischen Reiches als Produktionsgebiet angenommen hat. Mit der Beantwortung der Frage wo diese Amphorentypen entstanden und produziert wurden, kann das Projekt einen entscheidenden Beitrag zum großen Fragengebiet der römischen Wirtschaftsgeschichte leisten.



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