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Kurzbeschreibung des Projekts
| Projektnummer |
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Einzelprojekte
P18073
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Taxanomie, Genetik und Autökologie larvaler Drusinae |
| ProjektleiterIn |
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WARINGER Johann |
| Bewilligungsdatum |
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02.05.2005 |
| Universität / Forschungsstätte |
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Institut für Ökologie und Naturschutz Abteilung für Limnologie, Universität Wien |
| Gebiet(e) |
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| Keywords |
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Drusinae larvae, Molecular genetics, Insecta: Trichoptera, Protein electrophoresis, Key, Developmental threshhold temperatures |
| Homepage |
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http://www.univie.ac.at/IECB/limno/
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Hohe Indikationsgewichte bis zur Stufe 4, enge Einnischungen innerhalb der Fließgewässer-Längszonierung
und hochspezifische Ernährungsmodi belegen das hervorragende Bioindikationspotential
der zentraleuropäischen Drusinae-Larven (Insecta: Trichoptera). Als kaltstenotherme
Gebirgsbachbewohner reagieren die Drusinae darüberhinaus sehr sensibel auf
thermische Beeinflussung und stellen daher hochkompetente Sensoren für Klimaerwärmungsszenarien
ihrer Wohngewässer dar. Die Nutzung dieser Bioindikationseigenschaften setzt
allerdings die einwandfreie Identifikation am Artniveau voraus. Da von den 24
bislang in Zentraleuropa (= Deutschland, Österreich und Schweiz) nachgewiesenen
Drusinae sechs Arten noch unbekannt sind, soll im vorliegenden Projekt dieses
Wissensdefizit durch Ei- und Larvenzuchten und die Erstellung von umfassenden
Bestimmungsschlüsseln behoben werden. Dazu liefern nationale biogeographische
Datenbanken (z.B. ZOBODAT mit Sitz in Linz) die Basisdaten zum gezielten Aufsuchen
der Wohngewässer und zum Sammeln des Ei- und Larvenmaterials. Da die Imagines
sämtlicher einheimischer Drusinae-Arten bestimmbar sind, können die
im Labor abgelegten Eier gezielt gezüchtet und die aus den Eiern schlüpfenden
Larven direkt der betreffenden Art zugeordnet werden. Die morphologischen Analysen
als Basis zur Schlüsselerstellung werden im vorliegenden Projekt durch das
Arbeitsmodul Molekulargenetik und Protein-Elektrophorese ergänzt, das zum
Auffinden morphologisch nicht abgrenzbarer Taxa beitragen wird. Zusätzlich
erleichtert das letztgenannte Arbeitsmodul die Rekonstruktion der Verwandtschaftsverhältnisse,
der Stammesgeschichte und eine Abgrenzung von Ausbreitungszentren und Arealkernen.
Da die Eizuchten bei unterschiedlichen Temperaturen durchgeführt werden,
ergeben sich hierbei wichtige Grundlagendaten über temperaturbedingte Entwicklungsnullpunkte
der einzelnen Arten. Solche Daten stellen wichtige Basisinformationen für
Klimaerwärmungsszenarien dar, die gerade in alpinen Ökosystemen gravierende
Auswirkungen vorhersagen (z.B. GLORIA-Europe und EURO-limpacs).
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Hinweis |
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