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Kurzbeschreibung des Projekts

Projektnummer   Einzelprojekte  P18787
Titel   Nucleus accumbens Acetylcholine bei Substanzabhängigkeit
ProjektleiterIn   ZERNIG Gerald
Bewilligungsdatum   23.01.2006
Universität / Forschungsstätte   Universitätsklinik für Psychiatrie Klinische Abteilung für Neurochemie, Medizinische Universität Innsbruck
Gebiet(e)  
Keywords   nucleus accumbens, opioid, acetylcholine, food, reinforcement, in vivo microdialysis
Homepage   http://www.plasmaspiegel.at/research.html


Schädlicher Substanzgebrauch und Substanzabhängigkeit sind psychiatrische Erkrankungen mit sehr hoher Prävalenz und belasten unser Gesundheitssystem mit hohen Kosten. Unter den Hirnregionen, die die deletäre Präferenz des Abhängigen für das Suchtmittel vermitteln, nimmt der nucleus accumbens eine zentrale Rolle ein. Bei der Messung der Neurotransmitterfreisetzung im Kern des nucleus accumbens während der Entwicklung des Verstärkungseffektes von Remifentanil, einem mu-Opioid-Agonisten, mittels in vivo Mikrodialyse und tandem-massenspektrometrischer (LC/MS/MS)-Bestimmung von Dopamin, Acetylcholin und Remifentanil fanden wir, daß die Entwicklung des Verstärkungseffektes mit einer Zunahme der Acetylcholin-Freisetzung einherging, während die Freisetzung von Dopamin, des erwarteten Neurotransmitter-Hauptkandidaten, sich nicht änderte. Diese Ergebnisse erfordern eine wesentliche Modifikation der "Dopamin-Theorie der Belohnung", zumindest was die anfängliche Entwicklung des Verstärkungseffektes betrifft, während der ein Suchtmittel die Kontrolle über das Verhalten eines Individuums erringt; ein neues Forschungsfeld hat sich eröffnet. Im vorliegenden Antrag beabsichtigen wir durch lokale intra-accumbale Manipulation der nicotinischen und muscarinischen Rezeptoren die Rolle von Acetylcholin im Vergleich zu der von Dopamin in der Kern- und Schalenregion des nucleus accumbens während der Aneignung und der Expression des Drogenverstärkungseffektes zu bestimmen, sowohl was das Suchtmittel selbst als auch Suchtmittel-assoziierte Stimuli betrifft. Ziel des Projektes ist die Identifizierung neuer therapeutischer Angriffspunkte für die Behandlung von Substanzabhängigkeit.



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