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Kurzbeschreibung des Projekts
| Projektnummer |
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Einzelprojekte
P18847
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Neue Gene für Chromosomenstruktur und Rekombination |
| ProjektleiterIn |
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KLEIN Franz |
| Bewilligungsdatum |
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23.01.2006 |
| Universität / Forschungsstätte |
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Department für Chromosomenbiologie, VBC II Max F. Perutz Laboratories, Universität Wien |
| Gebiet(e) |
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| Keywords |
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Meiose, Chromosomenstruktur, Synapsis, Rekombination, DNA-Reparatur, Genomics |
| Homepage |
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http://www.mfpl.ac.at/mfpl-group/group/klein.html
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Die Meiose ist jene Zellteilung der Eukaryonten, die den generativen Lebenszyklus
einleitet und zur Produktion von Keimzellen führt. Die doppelten Chromosomensätze
aus vegetativen Zellen werden dabei mit hoher Präzision zu einem einzelnen,
kompletten Satz zusammengestückelt. Gerade aber beim Menschen gibt es relativ
hohe, geschlechts- und altersabhängige Fehlerraten, die zum Tod des Embryos
oder zu Defekten wie dem Down's Syndrom führen können.
In den letzten 15 Jahren war S. cerevisiae der erfolgreichste Modellorganismus
zur Aufklärung meiotischer Vorgänge. Es wurde klar, dass homologe Chromosomen
einander durch Sequenzvergleiche erkennen. Nicht nur in Hefe sind die von der
Spo11-Nuklease verursachten DNA Doppelstrangbrüche (DSBs) sowohl für
die Erkennung, als auch die spätere Verbindung von homologen Chromosomen
nötig. Reparaturenzyme arbeiten dabei eng mit Strukturproteinen zusammen
um korrekte Aufteilung intakter Chromosomen zu gewährleisten. Nach unserer
Entdeckung des ersten meiotischen Kohäsins (Rec8) und der fundamentalen Rolle
der Kohäsine in der Meiose im Zuge unseres letzten FWF Projekts, hat es einen
stürmischen Fortschritt beim Verständnis der Rolle von Chiasmata in
der Chromosomensegregation gegeben.
Das vorliegende Projekt versucht die Lücken in unserem Verständnis der
Zusammenarbeit zwischen Struktur- und DNA Reparaturproteinen zu schließen.
Wie beeinflusst die DNA Reparatur die Chromosomenstruktur, die wiederum auf weitere
Reparatur und Rekombination zurückwirkt? Wir stellen einen visuellen, systematischen
Mutantenscreen der EUROSCARF Hefedeletionsbank vor, um festzustellen welche Gene
die Chromosomenmorphologie beeinflussen. Wir werden die Synapsis und die Gesamtstruktur
der meiotischen Hefechromosomen auswerten. Probleme bei der Synapsis sind ein
sensitiver Indikator für Struktur- oder Reparaturdefekte. Solche Defekte
können die Meiose auch via Checkpoint-Antwort blockieren. Wir erwarten mit
dieser Methode alle nicht essentiellen Gene zu entdecken, deren Verlust einen
großen Effekt auf die meiotische DNA Reparatur, oder die Chromosomenstruktur
hat. Schwächere Effekte können einem meiotischen Screen für Synthetische
Letalität zugeführt werden. Einzelne Gene sollen anschließend
im Detail studiert werden, mit Hilfe einschlägiger, aber auch neuer Tests,
wie dem hochauflösenden, chromosomenweiten Lokalisieren von Struktur- und
Reparaturproteinen.
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Hinweis |
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Die Inhalte der Abstracts werden vom FWF nicht überarbeitet, die Verantwortung liegt bei der Verfasserin bzw. beim Verfasser. |
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