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Kurzbeschreibung des Projekts
| Projektnummer |
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Einzelprojekte
P19044
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En-und Exzystierungs Proteine bei Acanthamoeba castellanii |
| ProjektleiterIn |
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WALOCHNIK Julia |
| Bewilligungsdatum |
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26.06.2006 |
| Universität / Forschungsstätte |
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Klinisches Institut für Hygiene, Medizinische Universität Wien |
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Institut für Chemische Technologien und Analytik Arbeitsbereich Analytische Chemie, Technische Universität Wien |
| Gebiet(e) |
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| Keywords |
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Acanthamoeba, Proteomics, 2D Electrophoresis, Mass spectromety, Encystment, MALDI |
| Homepage |
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http://www.meduniwien.ac.at/tropenmedizin/parasitologie/mp.html
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Zelldifferenzierungsprozesse wie die Enzystierung, stellen ein häufiges Phänomen
bei eukaryontischen Einzellern, darunter auch zahlreichen Erregern von Infektionskrankheiten
des Menschen, dar. Die Zyste ermöglicht diesen Mikroorganismen die Überdauerung
widriger Umweltbedingungen und hält somit den Infektionszyklus aufrecht.
Bei Vertretern des weitverbreiteten Genus Acanthamoeba, zu welchem die Erreger
der Akanthamöben-Keratitis und der Granulomatösen Amöbenenzephalitis
gehören, werden die Zysten als Reaktion auf widrige Umweltbedingungen (einschließlich
Biozid-Behandlung) gebildet. Zysten, welche eine Behandlung überleben, führen
zu einem schwereren Verlauf der Krankheit oder zu einem Wiederaufflammen der Infektion
- und auch die Vektorenrolle der Akanthamöben ist auf deren widerstandsfähigen
Zysten zurückzuführen.
Obwohl Acanthamoeba castellanii aufgrund der hohen Wachstumsgeschwindigkeit und
der leichten Kultivierbarkeit bereits seit einigen Jahrzehnten als Modellorganismus
in zellbiologischen Studien dient, sind die molekularen Mechanismen der Enzystierung
von Akanthamöben bisher nicht geklärt. Die Fähigkeit zur Zystenbildung
ist aber nicht nur bei Akanthamöben für ihre Rolle als Krankheitsserreger
und als Überträger humanpathogener Bakterien, sondern auch bei zahlreichen
anderen pathogenen Protozoen von grundlegender medizinischer und ökologischer
Bedeutung. Eine Aufklärung dieses komplexen Prozesses ist deshalb von weit
reichendem Interesse.
Das Ziel unserer Studie ist, die Enzystierung von A. castellanii mit modernen
molekularbiologischen Methoden zu untersuchen und ein Modell für die Zelldifferenzierung
bei Protozoen zu etablieren. Eine Proteom-Analyse mittels zweidimensionaler Polyacrylamidgelelektrophorese
(2D-PAGE) und die nachfolgende genetische Analyse sollen die Schlüsselmoleküle
der En- und Exzystierung bei Akanthamöben identifizieren. Zunächst sollen
die während der Zelldifferenzierung bevorzugt exprimierten Proteine aus 2D-Gelen
isoliert, identifiziert und anschließend, auf genetischer Ebene, auf regulatorische
Sequenzen hin untersucht werden. Mit Hilfe dieser Regulator-Sequenzen kann dann
das Genom von A. castellanii auf jene Gene hin durchsucht werden, welche in Differenzierungsprozesse
involviert sind. Hierbei sollen auch in niedriger Kopienzahl vorliegende Faktoren,
wie transkriptionelle Aktivatoren oder Repressoren, miteinbezogen werden. Durch
diesen revers-genetischen Ansatz können zahlreiche Strukturgene und regulative
Gene identifiziert und somit die Zelldifferenzierung von A. castellanii aufgeklärt
werden. Das Acanthamoeba-Modell - von der jungen, induzierten bis zur reifen Zyste
- einschließlich der zeitlichen und hierarchischen Anordnung der exprimierten
Gene, stellt die Grundlage für vergleichende Studien unter Miteinbeziehung
anderer zystenbildender pathogener Protozoen, wie Entamoeba histolytica und Giardia
lamblia, dar. Darüber hinaus soll basierend auf der Kenntnis der am Differenzierungsprozess
beteiligten Gene der Einfluss bakterieller Endozytobionten auf die Enzystierung
von A. castellanii durch RNA-Profiling evaluiert werden.
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Hinweis |
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