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Kurzbeschreibung des Projekts

Projektnummer   Einzelprojekte  P19137
Titel   Wörterbuch der air. Glossen in der Mailänder HS Ambr. C301
ProjektleiterIn   STIFTER David
Bewilligungsdatum   08.05.2006
Universität / Forschungsstätte   Institut für Sprachwissenschaft (Indogermanistik), Universität Wien
Gebiet(e)  
Keywords   Old Irish glosses, , Milan glosses, compilation of dictionary
Homepage   http://www.univie.ac.at/indogermanistik/personal.ds.ht


Für die Erforschung der irischen Sprachgeschichte kommt den sogenannten altirischen Glossen (herausgegeben in W. Stokes & J. Strachan, Thesaurus Palaeohibernicus, Cambridge 1901-3) eine zentrale Bedeutung zu, da sie praktisch die einzigen altirischen Sprachzeugnisse aus zeitgenössischen Handschriften sind. Dadurch besteht bei ihnen nicht die Gefahr, dass Interferenzen mit den späteren Mittel- und Neuirischen Sprachstufen vorliegt. Das grösste Unterkorpus davon bilden die Mailänder Glossen (Thes. i 7-483), die interlineare und marginale Anmerkungen und Übersetzungen zu einem lateinischen Psalmenkommentar in der Mailänder Handschrift Ambrosianus C 301 darstellen. Im beantragten Projekt soll das gesamte Sprachmaterial der Mailänder Glossen in einem vollständigen Spezialwörterbuch aufgearbeitet werden, damit den Forschern nicht nur der Text, sondern auch das aufbereitete lexikalische Material übersichtlich und leicht zugänglich wird. Aufgrund der Komplexität des Altirischen sind viele wesentliche Informationen zur Phonologie, Morphologie, Morphonologie und Syntax praktisch nur aus einem solchen Lexikon ablesbar. Das Material soll sowohl als gedrucktes Buch als auch in digitalisierter Form veröffentlicht werden, um eine möglichst umfassende Benutzbarkeit zu garantieren. Als formales Modell für das Unternehmen dient das gleichartige Wörterbuch zu den Würzburger Glossen (Séamus Kavanagh, A Lexicon of the Old Irish Glosses in the Würzburg Manuscript of the Epistles of St. Paul, Wien: Österreichische Akademie der Wissenschaften 2001). Auf der Grundlage dieses Wörterbuchs wird die Erforschung der Phonologie, Morphologie, Morphonologie und Syntax der Sprache dieser Texte entscheidend erleichtert. Als weitere Folge wird ein klareres Bild des Zustands der Sprache etwa zu Beginn des 9. Jhs. entstehen, was Auswirkungen auf künftige Grammatiken, grammatische Monographien und Aufsätze zum Altirischen haben wird.



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