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Kurzbeschreibung des Projekts

Projektnummer   Einzelprojekte  P20109
Titel   Samenkonservierung zum Erhalt der Amphibienbiodiversität
ProjektleiterIn   PATZNER Robert A.
Bewilligungsdatum   02.10.2007
Universität / Forschungsstätte   FB Organismische Biologie AG Ökologie und Diversität der Tiere, Paris-Lodron-Universität Salzburg
Gebiet(e)  
Keywords   Amphibian, Conservation, semen cryopreservation, androgenesis, endanged, gene banking
Homepage   http://www.uni-salzburg.at/orgbiol/robert.patzner/


Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren mit weltweit über 6.000 Arten. Nahezu ein Drittel aller Amphibienarten sind gefährdet. Zurzeit sind verschiedene Versuche im Laufen, um den Rückgang von Amphibien zu verhindern und die Arten zu schützen. Die Kryo-Konservierung von Spermien und eine nachfolgende Androgenese könnte eine weitere Gefährdung von Amphibienarten vermindern. Für dieses Projekt wurden der afrikanische Krallenfrosch Xenopus tropicalis und das Axolotl Ambystoma mexicanum als repräsentative Modelle für Anura beziehungsweise Caudata ausgewählt. Die Auswirkung der Kryo-Konservierung auf die Spermien wird durch die Variation von Samenverdünner und Gefrierschutzmittel sowie von Einfrier- und Auftaurate ausgetestet und standardisiert. Zur Erfolgskontrolle wird die Spermien-Beweglichkeit gemessen, der Anteil toter Spermien und der Zustand des Akrosoms festgehalten und ein Fruchtbarkeitstest durchgeführt. Bei der Andogenese werden UV-Strahlen verwendet um die DNA der Eier zu zerstören. Die Höhe und die Dauer der UV-Bestrahlung werden für beide Amphibienarten ermittelt. Danach werden diese Eier mit gefrierkonservieren Spermien befruchtet. Die Wiederherstellung des diploiden Status wird durch die Anwendung eines Hitzeschocks gewährleistet, dessen genaue Temperatur und Einwirkungszeit ausgetestet wird. Eine heterozygote Androgenese, bei der der diploide Status durch die Verschmelzung von Chromosomen gewährleistet wird, wird ebenfalls angewendet. Zusätzlich wird getestet, ob gefrorene Spermien von Xenopus tropicalis und Ambystoma mexicanum die genetisch zerstörten Eier von Xenopus laevis und Ambystoma tigrinum befruchten können. Dies ist eine Basis für die Befruchtung eines Eies einer Art mit Spermien einer verwandten Art, die gefährdet oder geschützt ist. Der Erfolg der Androgenese-Experimente wird einerseits durch die Überlebensrate der Kaulquappen und andererseits durch die Untersuchung der genetischen Zusammensetzung mit Hilfe der Mikrosatelliten-Technik kontrolliert.



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