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Kurzbeschreibung des Projekts
| Projektnummer |
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Einzelprojekte
P20464
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Wh-Konstruktionen bei SLI im Deutschen |
| ProjektleiterIn |
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HAIDER Hubert |
| Bewilligungsdatum |
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04.12.2007 |
| Universität / Forschungsstätte |
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Fachbereich Linguistik, Paris-Lodron-Universität Salzburg |
| Gebiet(e) |
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| Keywords |
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specific language impairment (SLI), German, wh-movement, acquisition, relative clauses, wh-questions |
| Homepage |
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http://www.sbg.ac.at/spr/home.htm
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Das beantragte Forschungsprojekt zielt auf die Untersuchung des Erwerbs von
Wh-Bewegungskonstruktionen (W-Fragen, Relativsätzen) bei monolingualen
deutschsprachigen Kindern mit Spezifischer Sprachentwicklungsstörung im
Volksschulalter (ca. 6-10 Jahre) ab. Es wird in enger internationaler Kooperation
und Koordination mit den an der COST-Aktion A33 'Cross-linguistically robust
stages of children's linguistic performance with applications to the diagnosis
of specific language impairment' (Koordinator Ulrich Sauerland, Zentrum für
Allgemeine Sprachwissenschaft Berlin; URL: http://www.zas.gwz-berlin.de/cost;
finanziert durch die EU) beteiligten ForscherInnen durchgeführt. Die Kooperation
im Rahmen der COST-Aktion zielt auf vereinheitlichte Erforschung der Spezifischen
Sprachentwicklungsstörung ab, indem vergleichbare Selektionskriterien für
ProbandInnen zugrunde gelegt, Homogenität der Testmethoden etabliert und
arbeitsteilig die jeweiligen Konstruktionen in unterschiedlichen Sprachen untersucht
werden. Dies ermöglicht es, über die Sprachen hinweg robuste Charakteristika
des gestörten Spracherwerbs zu isolieren.
Die Spezifische Sprachentwicklungsstörung (SLI) ist eine Störung des
Spracherwerbs bei Kindern, die keine anderen offensichtlichen kognitiven Defizite
aufweisen, und betrifft ca. 7% der Kinder (Leonard 1998).
Für deutschsprachige Kinder mit (grammatischem) SLI wird vorhergesagt, dass
sie Defizite im Erwerb, dem Verständnis sowie der Produktion von Wh-Konstruktionen
(W-Fragen, Relativsätzen) aufweisen, da diese Konstruktionen alle zentralen
Eigenschaften der Syntax und Morphosyntax aufweisen: Kongruenzmorphologie, Kasusmorphologie,
Bewegung des finiten Verbs in nicht eingebetteten Sätzen (Verbzweit-Phänomen),
Bewegung einer Phrase aus ihrer Grundposition in die höchste funktionale
Spezifikatorposition des Satzes (Wh-Bewegung) und eine Antezedens-Lücken-Beziehung
zwischen der bewegten Phrase und ihrer Grundposition. Evidenz für diese Vorhersagen
kommt von Erkenntnissen aus der SLI-Forschung zu anderen Sprachen.
Obwohl in den letzten Jahre eine starke Zunahme an Studien zu Kindern mit SLI
zu beobachten ist, liegt nach wie vor nur eine sehr begrenzte Anzahl von Studien
zum Erwerb (Verständnis und Produktion) von Wh-Bewegungskonstruktionen bei
deutschsprachigen Kindern mit SLI vor. Existierende Studien zu Matrix-wh-Konstruktionen
bei deutschsprachigen Kindern mit SLI fokussieren hauptsächlich auf deren
Semantik oder auf den Erwerb der Verbzweit-Eigenschaft (V2) des Deutschen. Über
den Erwerb von Relativsätzen bei deutschsprachigen Kindern mit SLI sind bisher
kaum Forschungsarbeiten verfügbar. Unsere Forschung zielt darauf ab, diese
Lücke zu schließen. Konkret werden wir die Produktion und das Verständnis
von Subjekt- und Objekt-w-Fragen (sowohl wer- als auch welche(r,s)-Fragen), medialen
Konstruktionen bei langer Wh-Extraktion sowie Subjekt- und Objektrelativsätzen
bei deutschsprachigen Kindern mit SLI im Volksschulalter untersuchen und dabei
stets die Effekte morphosyntaktischer Kasus- bzw. Kongruenzmarkierung berücksichtigen.
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Hinweis |
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