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Kurzbeschreibung des Projekts
| Projektnummer |
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Einzelprojekte
P20709
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| Titel |
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Massive Umwandlung - Experimente und Simulationen |
| ProjektleiterIn |
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FISCHER Franz Dieter |
| Bewilligungsdatum |
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05.05.2008 |
| Universität / Forschungsstätte |
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Institut für Mechanik, Montanuniversität Leoben |
| Gebiet(e) |
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| Keywords |
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diffusion, dilatometer tests, thermodynamics, ab-initio methods, transmission electron microscopy, transformation kinetics |
| Homepage |
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http://www.unileoben.ac.at/~metr1/welcome.html
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Obwohl in der Vergangenheit zahlreiche einschlägige Untersuchungen durchgeführt
wurden, gibt es zum Themenkreis "Massive Umwandlungen" immer noch offene
Fragen, insbesondere solche die die massive α → γm Umwandlung in Titanaluminiden betreffen.
Der dem Wachstum der neuen Phase bei einer massiven Umwandlung zugrunde liegende
Mechanismus soll aufgeklärt werden. Weiters ist noch unklar, ob eine Anreicherung
in Form einer Molenbruch- bzw. Konzentrationsspitze vor der Umwandlungsfront ("Spike")
eine massive Umwandlung charakterisiert. Außerdem fehlt es an detailliertem
Wissen, um die makroskopisch beobachtbare Umwandlungskinetik beschreiben zu können.
Diffusionsprozesse in massiven Umwandlungen treten nur in der Phasengrenzfläche
("Interface") und /oder in ihrer unmittelbaren Umgebung, also bei Metallen
im Nano- und Subnanometerbereich, auf. Diffusion in massiven Umwandlungsprozessen
kann zu Phänomenen führen wie Transinterface-Diffusion, Anreicherung
einer oder mehrerer Komponenten in der bewegten Grenzfläche oder Diffusion
in einem Spike im Bulk-Material vor der Umwandlungsfront. Hochentwickelte experimentelle
Techniken (z.B. Energiedispersive Röntgenstrahlenspektroskopie (EDS) und
Elektronenenergie-Verlustspektroskopie (EELS) im Transmissionselektronenmikroskop
(TEM)) werden benötigt, um die Zusammensetzung in der Grenzfläche und
im grenzflächennahen Bereich zu untersuchen.
Obwohl sich die Grenzflächengeschwindigkeit direkt aus TEM-Studien abschätzen
läßt, sind doch diese Experimente auf einen sehr kleinen Beobachtungsraum
beschränkt. Dilatometerversuche sollen daher ausgeführt werden, um den
Volumenanteil der neuen Phase als Funktion von Umwandlungszeit und Temperatur
zu bestimmen. Wenn die Topologie der Phasenanordnung während der Umwandlung
abgeschätzt werden kann, und die Triebkraft für die Umwandlung bekannt
ist, kann die Geschwindigkeit des Fortschreitens der Phasengrenzfläche berechnet
werden.
Es ist noch nicht Stand der Technik, und sicherlich eine herausfordernde Aufgabe,
die oben erwähnten Diffusionsprozesse und die gleichzeitig auftretende Bewegung
einer inkohärenten Phasengrenzfläche im Rahmen eines mikromechanischen
Modells zu beschreiben. Die Triebkraft für die massive Umwandlung muss aus
den temperatur- und zusammensetzungsabhängigen Gibbsenergien der Phasen gewonnen
werden. Die Berechnung dieser Gibbsenergien kann eine nicht-triviale Aufgabe sein,
und ein atomistischer Ansatz soll helfen, den Wissensstand zu erhöhen. Mit
Hilfe des mikromechanischen Modells können schließlich die zeitabhängigen
Molenbruchprofile und die Geschwindigkeit der Phasengrenzfläche berechnet
werden.
Das Studium der massiven Umwandlung umfasst mehrere Größenskalen (z.
B. Atomabstände und den makroskopisch feststellbaren Fortschrittsdistanzen
der Grenzflächen) sowie Zeitskalen (z. B. die schnelle Bewegung der Grenzfläche
und die langsame Diffusion substitutionell gelöster Komponenten). Nur die
Verknüpfung theoretischer Modelle auf der atomistischen Ebene mit verschiedenen
Experimenten kann einen tieferen Einblick in die zugrunde liegende Physik ermöglichen.
Die Eigenschaften einiger technisch bedeutender Materialien (z. B. niedrig-legierte
Stähle, Titanaluminide) werden durch massive Umwandlungen bestimmt und die
Untersuchungen sind daher sowohl von wissenschaftlichem als auch von technischem
Interesse.
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Hinweis |
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