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Kurzbeschreibung des Projekts
Über den Mevalonat-Weg werden Steroide, vor allem Cholesterin und Steroidhormone
aber auch Vitamin D, Dolichol, Häm A, Farnesyl und über 50 weiter Produkte
gebildet. Ein komplexer Mechanismus der Regulation des Mevalonat-Weges ist für
die biologische Verfügbarkeit dieser wichtigen Moleküle verantwortlich.
Die 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-Coenzym-A-Reduktase (HMG-CoA-Reduktase, HMGCR)
hat 8 Transmembran Domänene eine Linker Region und eine Katalytische Domäne,
ist das geschwindigkeitsbestimmende Enzym des Mevalonat-Weges und das Ziel der
Statine in der Cholesterinspiegel senkenden Medikation. Ob die Peroxisomen, lebensnotwendige
Organellen unserer Zellen, an dem Mevalonat-Weg beteiligt sind oder nicht ist
stark umstritten. Es gibt zwei Lager die Befürworter und die Gegner. In bereits
Publizierten Vorexperimenten konnten wir Hinweise auf eine Bilokalisation der
HMGCR Enzymaktivität feststellen: im Peroxisom und im Endoplasmatisches Retikulum
(ER). Wir haben eine Hypothese formuliert bei der die meisten Widersprüchlichen
Publikationen miteinbezogen werden können. In dieser Hypothese wird unter
Bedienungen bei denen die ER lokalisierte HMGCR Abgebaut wird eine kleinere lösliche
HMGCR Variante gebildet, die an ihrem neu gebildeten N-Terminus ein Peroxisomales
Targeting Signal besitzt. Nun wird diese Variante von dem Rezeptor pex7 gebunden
und ins Peroxiosm transportiert. Braun und Goldstein haben bereits gezeigt das
eine kleinere lösliche Form der HMGCR funktionell ist. In diesem Projekt
werden wir uns nur mit der nHMGCR beschäftingen und diese Hypothese bestätigen
oder wiederlegen. Nach subzellulären Fraktionierung von Leber und Niere Homogenaten
aus Mäusen aber auch aus Zellkulturen werden wir die verschiedenen Formen
der HMGCR unter unterschiedlichen Bedingungen mittels Western Blot und Enzymtests
untersuchen. Zudem werden wir das Peroxisomale Lokalisations Signal der löslichen
HMGCR mittels fusionskonstrukten, und in vitro Mutagenese untersuchen sowie die
Interaktion von HMGCR mit dem Rezeptor Pex7 im "Yeast Two Hybrid" System
studieren. Ferner werden wir verschiedene formen der HMGCR im Cytoplasma und im
Peroxisom künstlich über expremieren und die Auswirkung auf die Cholesterin
Biosynthese und die Proteien Farnesylierung untersuchen. Dieses Projekt wird klären
ob sich unter verschieden metabolischen bedingungen HMGCR auch in den Peroxisomen
befindet und ob sich eine Peroxisomal lokalisierte HMGCR auch tatsächlich
auf den Mevalonat-Weg auswirken kann. Dieses Projekt wird einen wichtigen Aspekt
in einem der bedeutensten biochemischn Synthesewege aufklären.
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