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Kurzbeschreibung des Projekts
| Projektnummer |
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Einzelprojekte
P22385
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| Titel |
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Statine, eine therapeutische Strategie gegen Neuroblastome |
| ProjektleiterIn |
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HOHENEGGER Martin |
| Bewilligungsdatum |
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01.03.2010 |
| Universität / Forschungsstätte |
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Zentrum für Physiologie und Pharmakologie Institut für Pharmakologie, Medizinische Universität Wien |
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CCRI Children´s Cancer Research Institute, St. Anna Kinderkrebsforschung |
| Gebiet(e) |
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| Keywords |
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Apoptosis, HMG-CoA-reductase inhibitors, Neuroblastoma, P-glycoprotein, Differentiation, Multi drug resistance |
| Homepage |
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http://www.muw.ac.at/pharmakologie
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Neuroblastome zählen zu den häufigsten malignen Tumoren im frühen
Kindesalter. Die Prognose ist vom histologischen Typ und dem Metastasierungsgrad
abhängig. Reichlich undifferenzierte Neuroblasten sind ein Hinweis auf eine
schlechte Prognose, ebenso wie das Vorhandensein des Onkogens MYCN. Gerade in
diesen schweren Fällen ist der therapeutische Erfolg sehr gering und daher
die Entwicklung neuer pharmakologischer Therapiekonzepte notwendig.
Statine senken effektiv die Plasma LDL-Cholesterinspiegel und reduzieren damit
auch Cholesterinvorstufen, die eine wesentliche Rolle bei der Integrität
der Zellmembran, der zellulären Signaltransduktion, der Proteinsynthese und
dem Zellzyklus spielen. Dieses pharmakologische Profil könnte als adjuvantes
chemotherapeutisches Potential genutzt werden und ist derzeit Grundlage für
Diskussionen und weitere Untersuchungen. Ihren durchschlagenden Erfolg in der
Prävention von kardiovaskulären Ereignissen verdanken Statine aber auch
den sog. pleiotropen Effekten, die unabhängig von der Blockade der HMG (3-hydroxy-3-methylglutaryl)-CoA
Reduktase sind. Preliminäre Experimente aus unserem Labor zeigen, dass Simvastatin
in SH-SY5Y Neuroblastomzellen Apoptose induziert, nicht aber in differenzierten
SH-SY5Y Zellen. Weiters konnte gezeigt werden, dass ABC transporter (multidrug
resistance transporter) durch Statine gehemmt werden, und damit die Arbeitshypothese
untersucht werden kann, dass Statine adjuvantes chemotherapeutisches Potential
besitzen.
Wir wollen im Rahmen dieses Projekts folgende Punkte aufklären:
(i) Identifizierung der molekularen Mechanismen der Statin-induzierten Apoptose
in unterschiedlichen humanen Neuroblastomzelllen in Abhängigkeit vom Differenzierungsgrad.
(ii) Es sollen der direkte und indirekte Einfluss der Statine auf die Funktion
und Expression von ABC Transportern unter besonderer Berücksichtigung von
P-glykoprotein untersucht werden und mögliche synergistische Aspekte mit
Chemotherapeutika in vitro evaluiert werden.
(iii) Die dem Projekt zugrunde liegende Hypothese soll in einem Xenograft Mausmodel
verifiziert werden und der Beweis einer synergistischen Wirkung von Statinen als
adjuvantes chemotherapeutisches Prinzip erfolgen.
Das vorliegende Projekt wird neue Einblicke in die Wirkweise der Statine liefern
und damit zur Arzneimittelsicherheit beitragen. Zusätzlich wird ein neues
Wirkprinzip in vivo getestet, das die Voraussetzung für die mögliche
klinische Umsetzung in der Onkologie darstellt.
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Hinweis |
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