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Kurzbeschreibung des Projekts
| Projektnummer |
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Einzelprojekte
P23059
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Powers und die Identität von Agenten |
| ProjektleiterIn |
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RUNGGALDIER Edmund |
| Bewilligungsdatum |
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01.12.2010 |
| Universität / Forschungsstätte |
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Institut für Christliche Philosophie, Universität Innsbruck |
| Gebiet(e) |
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| Keywords |
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Powers, Dispositions, Persistence , Endurance, Personal Identity, Agency |
| Homepage |
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http://www.uibk.ac.at/philtheol/runggaldier/
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Dispositionen bzw. powers gehören zu den meistdiskutierten Themen der gegenwärtigen
Metaphysik. Insbesondere in den vergangenen Jahren ist das Interesse am ontologischen
Status von powers stetig gewachsen. Zahlreiche Argumente aus der Philosophie der Physik, der
Chemie und der Biologie sprechen dafür, dass powers reale Eigenschaften sind.
Dass es Dispositionen, Kapazitäten, Funktionen etc. wirklich gibt, stellt
zudem eine fundamentale Überzeugung unseres alltäglichen Lebens dar.
Denn wir erfahren uns selbst als Agenten, denen verschiedene Fähigkeiten und
Vermögen zukommen. Dass wir als Handelnde über powers verfügen,
ist ein integraler Bestandteil unseres Weltbildes.
In unserem Projekt setzen wir uns mit einigen fundamentalen ontologischen Fragen
auseinander, die im Zusammenhang mit der Annahme der Realität von powers
auftreten.
Im Besonderen untersuchen wir die Wechselbeziehungen zwischen powers und den Bereichen
von 1) Persistenz, 2) personaler Identität und 3) Agenskausalität.
1) Bereits in unserem vorherigen FWF-Projekt zur Frage der Persistenz sind wir
zum Begriff der powers gelangt und haben diesen als Schlüsselbegriff für
die gegenwärtige Debatte zwischen "Endurantisten" und "Perdurantisten"
erkannt. In unserem neuen Projekt möchten wir die These testen, dass die
Identitäts- und Kontinuitätskriterien eines Individuums von seinen wesentlichen
Dispositionen abhängen, und umgekehrt.
2) Wir werden weiters die Rolle untersuchen, welche Dispositionalität in
verschiedenen Theorien personaler Identität spielt, die sich auf erst-personale
Fähigkeiten wie die Fähigkeit zu Selbstreferenz gründen. Unser
Ziel hierbei ist es, das Potential solcher Ansätze für ein nicht-reduktives
Verständnis personaler Identität, wie es Anhänger der sogenannten
"simple view" vertreten, zu ergründen.
3) Darüber hinaus werden wir uns der Frage widmen, wie sich unsere Alltagsüberzeugung,
kausal wirksame Handelnde zu sein, mit der Annahme dispositionaler Eigenschaften
auf der mikroskopischen Ebene der Naturwissenschaften vereinen lässt. Wir
werden in diesem Zusammenhang dafür argumentieren, dass sich der naturwissenschaftliche
Mikro-Bereich und der makroskopische Bereich unserer Lebenswelt nicht gegenseitig
ausschließen, sondern sich ergänzen und zusammen ein vollständigeres
Bild der Wirklichkeit ergeben. Agenskausalität, so werden wir auszufalten
versuchen, steht nicht im Widerspruch zur Annahme der in den Naturwissenschaften
vorherrschenden Ereigeniskausalität.
Obwohl der ontologische Status von powers gegenwärtig ein großes Interesse
erfährt, wird die Relevanz der Thematik für die genannten Bereiche der
Philosophie nur selten behandelt. Mit unserem Forschungsprojekt haben wir vor,
diese Zusämmenhänge und damit unser Selbstverständnis als verantwortliche
Handelnde neu zu beleuchten.
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Hinweis |
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Die Inhalte der Abstracts werden vom FWF nicht überarbeitet, die Verantwortung liegt bei der Verfasserin bzw. beim Verfasser. |
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