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| Aktuelle
Informationen FWF muss fast alle Bewilligungen aussetzen Das Budget sinkt um fast 20 Prozent, die Zahl der Anträge steigt um 20 Prozent. Zahlreiche neue Projekte können nicht bewilligt werden.Von den Maßnahmen nicht betroffen sind - aufgrund eines eigenen Budgets - Erwin-Schrödinger-Stipendien, das Lise-Meitner-Programm, das Erwin-Schrödinger-Rückkehrprogramm und das Charlotte-Bühler-Programm sowie Projekte, die in früheren Sitzungen bewilligt wurden. Trotz vielfacher Versprechungen der Bundesregierung, stark in die Forschung zu investieren und die Forschungsquote auf 2,5 % des BIP zu heben, erlebt der FWF eine der ärgsten Finanzkrisen seit seiner Gründung. Auf Grund der prekären finanziellen Lage war das Kuratorium in seiner Sitzung am 23. und 24. Juni 2003 zu einschneidenden Maßnahmen gezwungen. Es wurden zunächst keine Forschungsprojekte/Einzelprojekte und Druckkostenbeiträge bewilligt. Alle prinzipiell positiv beurteilten Anträge wurden auf eine "Warteliste" gestellt. Über die Freigabe kann erst in einer zweiten Beurteilungsrunde entschieden werden, wenn Klarheit über die weiteren finanziellen Mittel herrscht. Das ist frühestens im Herbst zu erwarten. Es ist dem FWF bewusst, dass diese Maßnahmen in einzelnen Fällen zu Problemen führen. Eine andere Vorgangsweise hätte jedoch entweder die Liquidität des FWF gefährdet oder bereits jetzt die Chancen jener Anträge vernichtet, die erst nach dem Sommer zur Entscheidung anstehen. Die Zahlen im Detail Im vorigen Jahr musste der FWF erstmals seit 13 Jahren einen Budgetrückgang hinnehmen. 2003 droht ein weiterer, noch viel dramatischerer Einbruch, da im Gegensatz zu den Vorjahren keine Sondermittel des Rates für Forschung und Technologieentwicklung (2002: 19,6 Mio. EUR) zur Verfügung stehen. Die Mittel aus dem Technologieministerium BMVIT steigen zwar gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Mio. auf 43,9 Mio. EUR und aus dem Bildungsministerium BMBWK werden 5 Mio. EUR (etwa gleich viel wie 2002) dazukommen. Zusammen mit 27 Mio. EUR, die der FWF noch von der Oesterreichischen Nationalbank erwartet, sind das insgesamt 75,9 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr (insgesamt 92,3 Mio.) bedeutet das einen Rückgang von 16,4 Mio. oder 18 Prozent. Sollte für das Budget noch eine "Bindung" (de facto eine Kürzung) beschlossen werden, so wird der Einbruch noch stärker. Benötigt würden hingegen deutlich mehr Mittel: Von Jänner bis Mai 2003 wurden gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent mehr Anträge eingereicht. "Runder Tisch" geplant Auch in der Vergangenheit musste der FWF des öfteren mit Budgets leben, deren Höhe erst zu Jahresende feststand. Das Vertrauen in Versprechungen der Regierung fällt aber diesmal besonders schwer. "Die Antragsflut spiegelt das von vielen Seiten erwünschte Bemühen der Universitäten wider, mehr Drittmittel einzuwerben. Es ist unakzeptabel, dass gerade zu diesem Zeitpunkt die Fördermittel drastisch reduziert werden", kommentiert Präsident Wick die Situation und verspricht, dass der FWF weiter energisch als Anwalt der Wissenschaft auftreten wird. Er hofft, dass möglichst viele der zurückgestellten Forschungsvorhaben noch finanziert werden können. Als ersten Schritt lädt das Präsidium alle zuständigen PolitikerInnen zu einem "runden Tisch", um gemeinsam Auswege aus der Finanzkrise zu finden.
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