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FAQ zu Doktoratskollegs (DKs)

Was ist ein Doktoratskolleg?

Wie unterscheiden sich Doktoratskollegs (DKs) von den bisherigen Wissenschaftskollegs?

Was ist der Umfang und die Laufzeit eines Doktoratskollegs?

Was sind die Voraussetzungen für ein Doktoratskolleg?

Was soll ein Doktoratskolleg bewirken?

Was wird gefördert?

Wie lange kann eine Kollegiatin/ein Kollegiat im Doktoratskolleg gefördert werden?

Wird auf die Lebensrealität von Frauen Rücksicht genommen?

Was ist ein Doktoratskolleg?
Ein Doktoratskolleg (DKs) ist eine Einheit, in der sich mehrere WissenschafterInnen (mindestens 5 höchstens 20) mit nach internationalen Maßstäben hochkarätiger Forschungsleistung zusammenschließen, um - aufbauend auf einem mittelfristig angelegten und klar definierten (möglichst auch disziplinenübergreifenden) Forschungszusammenhang - in organisierter Form DoktorandInnen auszubilden.

Doktoratskollegs sollen Ausbildungszentren für den hoch qualifizierten, akademischen Nachwuchs aus der nationalen und internationalen Scientific Community bilden. Sie sollen wissenschaftliche Schwerpunktbildungen an österreichischen Forschungsstätten unterstützen und die Kontinuität und den Impact derartiger Schwerpunkte fördern.
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Wie unterscheiden sich Doktoratskollegs (DKs) von den bisherigen Wissenschaftskollegs?

  • Bei DKs wird verstärkt Wert auf die Ausbildung in enger Anbindung an exzellente Forschung gelegt.
  • DKs können in enger Anbindung an ein NFN oder einen SFB eingerichtet werden.
  • Ein Auslandssemester für KollegiatInnen ist vorzusehen.
  • Ein Zusatzausbildungsprogramm wird finanziert, das den Erwerb von über den Wissenschaftsbereich hinausreichenden, berufsrelevanten Zusatzqualifikationen sicherstellt (z.B.: Projektmanagement, Kommunikationstechniken, Führungsqualifikationen, Scientific English u. dgl.)
  • DKs haben eine begrenzte Laufzeit.
  • DKs definiert Standards für folgenden 4 Bereiche:
    • Qualifikation der Faculty Mitglieder
    • Qualifikation der PhD-StudentInnen
    • Betreuungsqualität und Qualifikationsprofil der StudentInnen
    • Kriterien für den Abschluss der Dissertation

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    Was ist der Umfang und die Laufzeit eines Doktoratskollegs?
    Ein Doktoratskolleg wird getragen von mindestens fünf und höchstens zwanzig akademischen LehrerInnen, ein 30%iger Frauenanteil ist anzustreben. DKs haben ein Fördervolumen von durchschnittlich 1 Mio. EUR pro Jahr und laufen maximal 12 Jahre. Im Abstand von 4 Jahren entscheiden Zwischenbegutachtungen über eine Fortsetzung.
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    Was sind die Voraussetzungen für ein Doktoratskolleg?
    Sowohl im Hinblick auf die "faculty" (die das Doktoratskolleg tragenden WissenschafterInnen) als auch im Hinblick auf die vorhandene Infrastruktur und die Rahmenbedingungen ("Forschungsklima") muss exzellente Qualität nach internationalen Maßstäben gegeben sein.
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    Was soll ein Doktoratskolleg bewirken?
    Im Gegensatz zu einem Nationalen Forschungsnetzwerk oder Spezialforschungsbereich, bei dem das Forschungsergebnis als Resultat im Vordergrund steht und die Ausbildung ein willkommener "Nebeneffekt" ist, steht bei einem Doktoratskolleg die Ausbildung im Vordergrund. Die Forschung bildet die Basis dafür. Das Absolvieren eines DKs soll der Kollegiatin/dem Kollegiaten eine Ausbildung garantieren, die gegenüber einer üblichen DissertantInnenausbildung deutlich bessere Bedingungen bietet:

    • enge Anbindung an international ausgewiesene Spitzenforschung
    • organisierte, intensive Betreuung durch hochkarätige WissenschafterInnen
    • inter- bzw. multidisziplinäre Ausbildung
    • Training von Teamfähigkeit
    • nationale und internationale Vernetzung
    • Einbindung in den universitären Wissenschaftsbetrieb
    • Erwerb von über den Wissenschaftsbereich hinausreichenden, berufsrelevanten Zusatzqualifikationen

    Ein Ausbildungscurriculum, das diese Ansprüche erfüllt, ist auszuarbeiten. Im Hinblick auf die Internationalität der Ausbildung wird empfohlen ein sechsmonatiger Auswärtssemester für KollegiatInnen vorzusehen. Es ist Sache der Faculty-Members, ihre internationalen /nationalen Kontakte zu nützen und diesen Aufenthalt so zu planen, dass er die Ausbildung der KollegiatInnen unterstützt.

    "AbsolventIn des DKs "X" in Österreich" soll ein "Markenzeichen" im Lebenslauf einer jungen Wissenschafterin/eines jungen Wissenschafters sein, das mit einem Abschluss an den international renommiertesten Ausbildungsstätten im jeweiligen Fachgebiet auf dem gleichen (oder höheren) Niveau steht. Die KollegiatInnenstellen müssen international ausgeschrieben werden, ein Anteil von ca. 30 % ausländischer KollegiatInnen ist erwünscht.
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    Was wird gefördert?
    Vom FWF finanziert werden fünf bis zwanzig KollegiatInnen (in der Regel 1 PHD pro Faculty Mitglied), ein bis zwei Postdoc-Stellen (mit besonderer Begründung) sowie eine 100%-Stelle zur administrativen Unterstützung.

    Weiters gibt es Gelder für Verbrauchsmaterial, Reisen (Forschungs- und Kongressreisen) und die Organisation von Workshops sowie für das Zusatzausbildungsprogramm und die Auslandsaufenthalte. Kosten für die internationale Ausschreibung der KollegiatInnenstellen übernimmt ebenfalls der FWF. Faculty Mitglieder haben auch die Möglichkeit für externe Studierende (2), sofern diese durch Rekrutierungsverfahren - wie das DK-Verfahren - ausgewählt wurden - sonstige Kosten (Reise, Ausbildung, Auslandsaufenthalt, Thesis Committee) zu beantragen. Nicht finanziert werden im Rahmen von DKs Geräte- und andere Sachausstattung größeren Umfangs.
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    Wie lange kann eine Kollegiatin/ein Kollegiat im Doktoratskolleg gefördert werden?
    Drei Jahre; ein viertes Jahr ist in begründeten Fällen z.B. aufgrund von Auslandsaufenthalten möglich.
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    Wird auf die Lebensrealität von Frauen Rücksicht genommen?
    Ja. Es muss aber in solchen Fällen für die Planungen mit dem FWF Rücksprache gehalten werden. Allfällige Zusatzausbildungen sind im Rahmen des Zusatzausbildungsprogramms zu planen.


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    Dr. Sabine Haubenwallner

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