|
Endbericht
| Projektnummer |
|
Einzelprojekte
P15790
|
| Titel |
|
Die Mosaiken des Hanghauses 2 von Ephesos |
| ProjektleiterIn |
|
JOBST Werner |
| Bewilligungsdatum |
|
07.05.2002 |
| Universität / Forschungsstätte |
|
Institut für Kulturgeschichte der Antike, Österreichische Akademie der Wissenschaften |
| Gebiet(e) |
|
|
| Keywords |
|
mosaics, domestic space, Roman housing, Roman art, Asia Minor, Ephesus |
| Homepage |
|
http://www.oeaw.ac.at/antike
|
Anläßlich der Wiederaufnahme der archäologischen und bauhistorischen
Untersuchungen des Hanghauses 2 von Ephesos in den 1990er Jahren bot sich die
einmalige Gelegenheit, die Mosaiken im architektonischen Kontext und in Auseinandersetzung
mit den anderen Ausstattungselementen zu untersuchen. Dadurch wurde es möglich,
genauere, außerhalb einer rein stilistischen Argumentation liegende Datierungskriterien
für die Mosaiken zu erarbeiten und sie als integrale Bestandteile der Architektur
zu bewerten. Da die Mosaiken aus dem Hanghaus 2 eine Hauptreferenz für kaiserzeitliche
Mosaiken Westkleinasiens sind, ist damit ein wesentlicher Beitrag für die
einschlägige Forschung auf diesem Sektor geleistet worden.
Die Mosaiken des Hanghauses sind zwischen dem frühen 1. und dem dritten Viertel
des 3. Jhs. n. Chr. entstanden. In diesem Zeitraum lassen sich vier große
Bauphasen der Insula fassen, denen die etwa 70 Mosaikböden zuzuordnen sind.
Formal, stilistisch und technisch ist ab dem frühen 1. Jh. eine deutliche
Beeinflussung durch die italische Mosaikkunst festzustellen: Seit dieser Zeit
wurden im Hanghaus Mosaiken mit geometrischem Schwarzweißdekor und weißen
Außenzonen ("Musterteppiche") verlegt. Im Laufe des 2. und im
3. Jhs. wurde der Schwarzweißkontrast durch Farben bereichert sowie die
weißen Außenstreifen durch schwarze Ornamente belebt. Stellenweise
wurden ab dem mittleren 2. Jh. figürliche Bildfelder eingefügt, die
in ihrer Thematik - mythologische Szenen, Szenen aus dem Amphitheater - dem gängigen
Repertoire kaiserzeitlicher römischer Wohnbauten entsprachen. Gemeinsam mit
den Darstellungen der gläsernen Wand- und Gewölbemosaiken, der Wandmalerei
und der Skulpturenausstattung dienten sie der Veranschaulichung der Bildung und
der Wertvorstellungen einer gehobenen urbanen Bevölkerungsschicht.
| |
Hinweis |
|
| |
Die Inhalte der Abstracts werden vom FWF nicht überarbeitet, die Verantwortung liegt bei der Verfasserin bzw. beim Verfasser. |
|
|