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Endbericht
| Projektnummer |
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Einzelprojekte
P20014
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| Titel |
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Transporteigenschaften als Prägung der Karstenentwicklung |
| ProjektleiterIn |
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BIRK Steffen |
| Bewilligungsdatum |
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08.05.2007 |
| Universität / Forschungsstätte |
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Institut für Erdwissenschaften Abteilung Geologie und Paläontologie, Universität Graz |
| Gebiet(e) |
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| Keywords |
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Hydrogeologie, Grundwasser, Karst, Karstgenese, Transport, Numerische Simulation |
Karstgrundwasserleiter entstehen, wo die Auslaugung löslicher Gesteine Klüfte aufweitet und dadurch
hochdurchlässige Karströhren schafft. Die Fließgeschwindigkeiten in Karströhren sind hoch und
daher die Verweilzeit von Stoffen, die in Dolinen oder Schlucklöcher eingegeben werden, typischerweise kurz, d.
i. in der Größenordnung von Tagen für Transportstrecken von mehreren Kilometern. Punktuelle
Einträge von Schadstoffen können deshalb ernsthafte Gefährdungen für Trinkwasserversorgungen
darstellen, die auf Karstquellwässer angewiesen sind. Trotz des schnellen Transports durch Karströhren,
erweisen sich diffus eingetragene Schadstoffe wie Pestizide als höchst persistent in Karstgrundwasserleitern.
Lange Verweilzeiten (d. i. mehrere Jahre) werden auch aus der Interpretation von Umwelttracerdaten abgeleitet. Diese
Beobachtungen sind in Übereinstimmung mit dem gängigen konzeptionellen Modell, das Karstgrundwasserleiter
als Doppel- oder Tripel-Porositätssysteme auffasst, die aus einer Matrix-/Kluft-Porosität bestehen, welche
den Großteil des Speichers ausmacht, im Gegensatz zur Karströhrenporosität, die wesentlich besser
durchlässig ist, aber nur einen kleinen Prozentsatz der Gesamtporosität ausmacht. Diesem Modell
entsprechend werden die Verweilzeiten innerhalb der Matrix-/Kluft-Porosität viel höher sein als die im
Karströhrensystem.
Dieses Projekt hat die Bereitstellung von Grundlagenwissen über die Porositätsentwicklung und die
sich ergebende Porositätsverteilung in löslichen Gesteinen sowie ihre Konsequenzen für die
Transporteigenschaften der Grundwasserleiter zum Ziel. Allgemeine Grundwasserleitermodelle werden durch die
Modellierung der Lösungsaufweitung diskreter Fließwege, d. i. die Entwicklung der
Karströhrenporosität, erhalten. Diese Modelle werden sodann benutzt, um das Transportverhalten von
Markierungsstoffen oder Schadstoffen zu untersuchen. Die Transporteigenschaften werden also als Prägung der
Karstentwicklung verstanden. Demzufolge wird es möglich sein, allgemeine Zusammenhänge zwischen
(hydro-)geologischen Faktoren, die die Karstentwicklung steuern, der sich ergebenden Porositätsverteilung und
ihren Auswirkungen auf die Verweilzeitenverteilung punktueller und diffuser Schadstoffeinträge zu
identifizieren. Dieses Wissen wird einerseits nützlich sein, um aus leicht verfügbaren Feldbeobachtungen,
wie etwa strukturelle oder lithologische Einflussnahmen oder die Lage der Vorflut, Hinweise bezüglich der
Transporteigenschaften zu erhalten. Andererseits, wird ein bedeutender Beitrag zur Entwicklung von Methoden gemacht
werden, die darauf abzielen, aus dem beobachteten Transportverhalten künstlicher oder natürlicher
Markierungsstoffe auf Eigenschaften der Grundwasserleiter zu schließen.
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Hinweis |
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