Informationen zu "Money follows Researcher"

 

Der FWF ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen den Transfer von Förderungsgeldern ins Ausland. Dadurch soll die Kontinuität von Forschungsvorhaben, z.B. bei Berufungen in eines der Partnerländer, erhöht werden. Der FWF ermöglicht den Projekttransfer für Projekte die im Rahmen der Einzelprojekte (Programmkategorie „P“) und der Internationalen Programme (Programmkategorie „I“) gefördert werden.

Folgende Bedingungen sind dabei zu beachten:

  • Bewilligte aber noch nicht begonnene Projekte können für maximal 1 Jahr im Partnerland weiterfinanziert werden. Dieser Zeitraum kann u.a. dafür genutzt werden, um bei der Förderungsorganisation des Partnerlandes, in das das Projekt übersiedelt wurde, um eine Anschlussfinanzierung anzusuchen. Ausgenommen von dieser Regel sind Wechsel nach Deutschland oder in die Schweiz (siehe dazu unten).
  • Laufende Projekte müssen zum Zeitpunkt der Übersiedlung ins Partnerland eine Restlaufzeit von mindestens 6 Monaten aufweisen.

Die Mitnahme von FWF-Förderungen in eines der Partnerländer setzt die Genehmigung durch das Präsidium des FWF voraus. Ein entsprechender Antrag sollte möglichst frühzeitig gestellt werden. Dieser Antrag kann an den/die zuständige/n wissenschaftliche/n SachbearbeiterIn geschickt werden, der/die den Antrag ans Präsidium weiterleitet. In dem Antrag müssen folgende Punkte ausgeführt werden:

  • Zeitplan der Übersiedelung
  • Angaben zur neuen Forschungsstätte (inkl. Angaben zur projektrelevanten Infrastruktur an der neuen Forschungsstätte)
  • Bestätigung der neuen Forschungsstätte, dass die für die Durchführung des Projektes notwendige Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird
  • Angaben zu den Auswirkungen der Übersiedelung auf die ursprüngliche Projektplanung
  • Welche Auswirkungen hat die Übersiedelung auf die bestehenden ProjektmitarbeiterInnen?
  • Bei Übersiedelungen von Geräten, die im Eigentum der österreichischen Forschungsstätte stehen: Bestätigung, dass das Eigentumsrecht an die neue Forschungsstätte abgetreten wird.

Der FWF ermöglicht einen Mitteltransfer nur in Länder aus denen umgekehrt ebenfalls Mittelrückflüsse möglich sind. Daher ist der Projekttransfer nur in Länder möglich, in denen es eine Forschungsförderungsorganisation gibt, die den Projekttransfer nach Österreich ermöglicht. Ausschlaggebend dafür ist die Unterzeichnung des entsprechenden Abkommens der Dachorganisation der Europäischen Forschungsförderungs- und –trägerorganisationen, Science Europe (siehe hier).

Beim Transfer eines bewilligten, aber noch nicht begonnenen Projektes nach Deutschland oder in die Schweiz werden die Projekte nicht vom FWF finanziert, sondern werden, nach entsprechendem Ansuchen an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bzw. an den Schweizerischen Nationalfonds (SNF), zur Gänze durch die DFG bzw. den SNF nach den jeweiligen nationalen Richtlinien finanziert. ProjektleiterInnen müssen dazu zunächst einen Antrag an den FWF auf Übertragung des Antrags an die DFG/den SNF stellen. Der FWF leitet das Ansuchen und alle relevanten Unterlagen danach an die betroffene Partnerorganisation weiter. Umgekehrt muss beim Wechsel nach Österreich zunächst bei der DFG bzw. beim SNF die Übertragung des Projektes nach Österreich beantragt werden. Nach Übermittlung der Unterlagen an den FWF durch die DFG/den SNF müssen die entsprechenden FWF-Antragsformulare und Abstracts (gemäß Einzelprojekt-Richtlinien) vom Antragsteller/von der Antragstellerin an den FWF geschickt werden. Die Kostenkalkulationen müssen dabei den FWF-Richtlinien angepasst werden. Die Entscheidung über die Förderung des Projektes trifft das Kuratorium des FWF.