Beantragbare Kosten

Beantragbar sind nur "projektspezifische Kosten", das sind Personal- und Sachmittel, die zur Durchführung des Projekts benötigt werden und über die von der "Infrastruktur" der Forschungsstätte bereitgestellten Ressourcen hinausgehen. Der FWF finanziert keine "Infrastruktur" oder "Grundausstattung" einer Forschungsstätte.

Die projektspezifischen Kosten sind für das Projekt angemessen zu kalkulieren bzw. dürfen programmspezifische Obergrenzen nicht überschreiten. Nicht adäquate Kostenkalkulationen können trotz inhaltlicher Exzellenz des Antrags ein Ablehnungsgrund sein.

Zur Berechnung der Personalkostensätze von ProjektmitarbeiterInnen ist das jährlich vom FWF neu festgelegte Gehaltsschema zu verwenden.

Im Rahmen von Joint Seminars können keine Personalkosten beantragt werden.

Selbstantragstellung
Unter einem Selbstantrag versteht der FWF, dass das Gehalt der Projektleiterin/des Projektleiters aus den Mitteln des Forschungsvorhabens finanziert werden soll. Voraussetzung dafür ist, dass entweder die Forscherin bzw. der Forscher zum Zeitpunkt der Antragstellung während der letzten zehn Jahre den Lebensmittelpunkt mindestens drei Jahre in Österreich hatte oder die letzten zwei Jahre vor dem Zeitpunkt der Antragstellung durchgängig in Österreich wissenschaftlich tätig gewesen ist. Von dieser Einschränkung ausgenommen sind

a) WissenschafterInnen, die im Rahmen des Lise-Meitner-Mobilitätsprogramms gefördert werden und ihre Forschungsarbeiten in Österreich nach Ablauf der Förderung im Rahmen eines Selbstantrages fortsetzen wollen;

b) WissenschafterInnen, die im Rahmen des Programms zur Entwicklung und Erschließung der Künste oder dem START-Programm einen Antrag stellen;

c) WissenschafterInnen, die für die geplante Projektlaufzeit eine aufrechte Anstellung im Ausmaß von mind. 50 % an einer österreichischen Forschungsstätte haben.

Die Finanzierung (auch Teilfinanzierung) des eigenen Gehaltes ist möglich, wenn

a) die/der ForscherIn kein bestehendes Dienstverhältnis hat und auch sonst über kein das Existenzminimum überschreitendes, regelmäßiges Einkommen verfügt;

b) die/der ForscherIn einer Teilzeitbeschäftigung nachgeht (die Höhe des Gehalts wird dann als Teilfinanzierung dem tatsächlichen Arbeitsausmaß im FWF-Projekt angepasst);

c) die/der ForscherIn einer „selbstständigen Erwerbstätigkeit“ nachgeht. In diesem Fall beträgt die Höhe des Gehalts maximal die Hälfte des vollen Satzes für eine/n SelbstantragstellerIn.

Zusätzliche Einkommen aus Lehraufträgen sind bis zur sozialversicherungsrechtlichen Geringfügigkeitsgrenze zugelassen.

Projektspezifisch notwendige Geräte
Die Finanzierung der Anschaffung von projektspezifisch notwendigen Geräten ist im Rahmen von FWF Projekten möglich. Unter Geräten werden Apparate und Instrumente, Systemkomponenten, Kosten für projektspezifisch erforderliche Software und sonstige dauerhafte Sachgüter verstanden, sofern die Anschaffungskosten dieser Geräte den Betrag gemäß § 13 Einkommenssteuergesetz einzeln (derzeit EUR 400,00) übersteigen und die betreffenden Geräte überwiegend (mehr als 50 % der Gesamtkosten des betreffenden Gerätes) aus FWF-Mitteln finanziert werden.

Die Gerätebestellung und -bezahlung erfolgt durch die Forschungseinrichtung auf Anweisung der Projektleitung des betreffenden FWF-Projektes. Die Inventarisierung und Refundierung der Anschaffungskosten des betreffenden Gerätes erfolgt gemäß der entsprechenden Vereinbarung der Forschungseinrichtung mit dem FWF.

Ausführende, programmspezifische Regelungen der Gerätefinanzierung sind in den jeweiligen Antragsrichtlinien festgehalten.