Marina Fischer-Kowalski

Forschungsgebiet
Soziale Ökologie

Forschungsstätte
Institut für Soziale Ökologie Wien,
Alpen Adria Universität Klagenfurt

Akademische Position
Universitätsprofessorin


Geistiges Eigentum ist im Zeitalter des Internet schwer zu bewahren - und das finde ich gut so. Eigene Publikationen für andere frei zugänglich machen, ist erfolgreiche Selbstvermarktung, und spart vielleicht auch Papier. Aber open access policies haben grundsätzlichere Bedeutung. In meinem Gebiet zum Beispiel, der sozialen Ökologie, geht es häufig um Wissen über die Möglichkeiten einer tragfähigen Zukunft zwischen Mensch und Natur. Am Beispiel der Klimaforschung sieht man, dass die Wissenschaft die wichtigste gesellschaftliche Kraft darstellt, die dominanten Verwertungsinteressen Grenzen zu setzen versucht. Jede(r) muss sich selbst überzeugen können - daher halte ich open access zu den Argumenten und Beweisführungen für unerlässlich. Die Kosten werden damit allerdings von den Lesern zu den Schreibern verlagert. Hier bedarf es der Vorkehrungen, damit der freie Zugang zum wissenschaftlichen Publizieren nicht ökonomisch verbarrikadiert wird.  

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