CDG 9 Symposium Presse
20-Jahre-Symposium der Chistian Doppler Forschungsgesellschaft im MAK © Cox Orange MARKETING & PR GmbH

Eine Erfolgsgeschichte der anwendungsorientierten Grundlagenforschung
Neues Sonderprogramm „Partnership in Research“

150 forschungsaktive Unternehmen, darunter zahlreiche Big Player am Weltmarkt, zum Teil Weltmarktführer (*), arbeiten eng mit Universitäten und Fachhochschulen in der anwendungsorientierten Grundlagenforschung zusammen. Ihre Fragestellungen werden derzeit in 74 Christian Doppler Labors und 7 Josef Ressel Zentren bearbeitet. Dieses Modell der Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft ist seit 20 Jahren sehr erfolgreich: Das zeigt sich v.a. in der dadurch ermöglichten wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen. Im wissenschaftlichen Bereich brachten die investierten rund 300 Millionen Euro unzählige Diplomarbeiten, Dissertationen, Habilitationen sowie rund 5.900 Publikationen und 420 Patente hervor und schufen damit hoch qualifizierten Forschungsnachwuchs für Wissenschaft und Wirtschaft.

* zB voestalpine Stahl GmbH, Infineon Technologies Austria AG, Plansee SE, Sandoz GmbH, AVL List GmbH, Siemens AG Österreich, OMV AG, Primetals Technologies Ltd., RHI AG, KEBA AG, Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG, A1 Telekom Austria AG, Otto Bock Healthcare Products GmbH, Vogelbusch GmbH

Christian Doppler Labors waren das erste Fördermodell in Österreich, mit dem Unternehmen gezielt an die Grundlagenforschung der Universitäten herangeführt wurden, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dieses Modell der Zusammenarbeit haben im Jahr 1995 Forschungsleute aus der Wirtschaft, WissenschafterInnen an Universitäten und ExpertInnen aus der Politik gemeinsam und auf gleicher Augenhöhe entworfen. Das war der Grundstein für die CDG in ihrer heutigen Form: eine forschungsgetriebene und forschungsgetragene Plattform für die Wirtschaft.

Themen am Puls der Zeit
Im Lauf der Jahre hat sich die CDG stets weiter entwickelt und das Fördermodell an die Bedarfe der vielen verschiedenen Branchen der Wirtschaft, aber auch der einschlägigen Forschungsdisziplinen angepasst. Heute spannt sich der thematische Bogen von der Metallerzeugung und dem Maschinenbau über die Chemie- und Pharmabranche, die Medizin und die Informations- und Kommunikationstechnologien bis zum Dienstleistungssektor. Die Forschungsarbeiten finden an Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Österreich und in Europa statt. Das Christian Doppler Modell gilt heute als Best Practice Beispiel im In- und Ausland.

Univ.-Prof. Dr. Reinhart Kögerler, Präsident der Christian Doppler Forschungsgesellschaft:
„Und doch ist das Christian Doppler Modell eine unvollendete Erfolgsgeschichte. Wir müssen uns permanent für neue Branchen, Disziplinen und Fragestellungen öffnen und geben uns dabei nicht mit einfachen Lösungen zufrieden. Vor allem sehen wir es als unsere bleibende Aufgabe, weitere Unternehmen zum Einstieg in die Grundlagenforschung zu ermutigen. Dazu dient auch unser Sonderprogramm „Partnership in Research“, das wir anlässlich unseres 20jährigen Bestehens ins Leben rufen.
Das Volumen dieses Sonderprogramms mag klein sein, die Idee ist jedoch groß: direkt an der Quelle die Basis für fruchtbare Kooperationen von Wissenschaft und Wirtschaft schaffen. In gewisser Weise wollen wir damit den Boden optimal aufbereiten, um stets neues Wachstum in Wissenschaft und Wirtschaft zu ermöglichen. Wir erwarten uns, dass sich für das Prinzip unseres Sonderprogramms eine längerfristige Perspektive erschließt.“

Das neue Programm „Partnership in Research“ (PiR)
Anlässlich des 20jährigen Bestehens finanziert die CDG eine Jubiläumsaktion: ein zeitlich befristetes Sonderprogramm mit Start Ende Oktober 2015 und einem Volumen von einer Million Euro. Durch die geförderten Projekte sollen Partnerschaften von Wissenschaft und Wirtschaft initiiert werden, welche in weiterer Folge zu CD-Labors bzw. JR-Zentren oder anderen Formen der Kooperation führen können.

„Die CD-Labors und Ressel-Zentren bilden eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die Vernetzung der besten Hochschulen mit forschenden Unternehmen ermöglicht, rascher von der Idee zur Marktanwendung zu kommen. Dadurch wird sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Innovationskraft des Standortes gestärkt. In der Angewandten Forschung funktioniert das bereits sehr gut, langfristig gilt es, auch das vorhandene Potential in der Grundlagenforschung zu heben. Mit dem Sonderprogramm der CDG werden zusätzliche Mittel in Höhe von einer Million Euro für neue Partnerschaften zur Verfügung gestellt. Aktuelle Herausforderungen der Unternehmen können dadurch bereits in die Formulierung der Forschungsfrage einfließen“, so der zuständige Wissenschafts- und Wirtschaftsminister, Dr. Reinhold Mitterlehner.

Die WissenschafterInnen sollen im Projektantrag konkrete Ideen aus der Grundlagenforschung vorlegen, von denen es realistisch erscheint, dass sie für Unternehmen so interessant werden, dass in weiterer Folge CD-Labors oder JR-Zentren entstehen. Hohe wissenschaftliche Forschungsqualität auf internationalem Niveau ist Voraussetzung. Einreichschluss ist Mitte Februar 2016, die Entscheidung über die Förderung von Projekten erfolgt zwischen Juni und September 2016.

Aufgrund der großen Erfahrung des Wissenschaftsfonds (FWF) mit Einzelprojektförderung im Grundlagenbereich soll das Sonderprogramm „Partnership in Research“ gemeinsam mit dem FWF umgesetzt werden. Über den FWF können neue Potentiale an WissenschafterInnen erschlossen werden, und durch die Mitwirkung der CDG soll sich für diese WissenschafterInnen ein Weg zu Kooperationsprojekten mit Unternehmen eröffnen. Die CDG wird im Rahmen der PiR-Projekte beratend tätig sein, auch in Bezug auf andere Förderprogramme zur Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft.

Dazu Univ.-Prof. Dr. Christine Mannhalter, Interimspräsidentin des Wissenschaftsfonds FWF:
„Zunächst darf ich der CDG meine herzlichsten Glückwünsche zum 20er aussprechen. Ich möchte betonen, dass wir uns sehr freuen, dass die CDG den FWF für die Zusammenarbeit im Programm „Partnership in Research“ ausgewählt hat. Der FWF wird, das kann ich garantieren, seine bestens bewährten Exzellenzkriterien anwenden und damit höchste Qualität der Projekte in diesem Programm sicherstellen. Das Programm ist ein ausgezeichneter Start in eine neue Ära der Zusammenarbeit im translationalen Forschungsbereich und wir wünschen uns, dass dieser erfolgreiche Ansatz auch nach dem Jubiläumsjahr fortgesetzt werden kann.“

 

Link zur Pressemappe(pdf, 580KB)

Kontakt:

Cox Orange Marketing & PR GmbH
Carina Felzmann
felzmann(at)cox-orange.at
+ 43 1 895 56 11-0

Für die Christian Doppler Forschungsgesellschaft
Dr. Judith Brunner
judith.brunner(at)cdg.ac.at
+43 1 5042205-10

Für das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Felix Lamezan-Salins, B.A.
felix.lamezan-salins(at)bmwfw.gv.at
+43 1 71100-5128

Für den Wissenschaftsfonds
Marc Seumenicht
marc.seumenicht(at)fwf.ac.at
+43-1 505 67 40 – 8111

 

 

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