Zum 1. Oktober 2015 wurde das Forschungs- und Technologieförderungsgesetz (FTFG) novelliert, womit für den FWF und seine Organe zahlreiche Änderungen entstehen. Im Zuge der Novelle werden nun nacheinander die Delegiertenversammlung, der Aufsichtsrat, sowie das Präsidium des Wissenschaftsfonds neu bestellt bzw. gewählt.

Den Anfang macht die Delegiertenversammlung, in ihr sitzen Repräsentanten von Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten. Das FWF-Präsidium gehört nun  – ebenso wie die Vertreter der Ministerien BMWFW und BMVIT – zu den nicht stimmberechtigten Mitgliedern der Delegiertenversammlung.

Zu den zentralen Aufgaben der Delegiertenversammlung zählen:

  • die Wahl von vier Mitgliedern des Aufsichtsrats;
  • die Erstellung eines Dreiervorschlags für die Funktion der/des Präsident/in des FWF;
  • die Beschlussfassung über den Jahresbericht des FWF;
  • Stellungnahmen zu den Arbeits- und Mehrjahresprogrammen sowie den Richtlinien für Förderungsprogramme des FWF;
  • sowie die Wahl der Referent/innen inklusive die Festlegung der dafür relevanten Wissenschaftsdisziplinen.


Erstmalig sieht das neue FTFG einen eigenen Vorsitz der Delegiertenversammlung vor, womit die Eigenständigkeit dieses Gremiums in der Leitungsstruktur des FWF stärker als bisher sichtbar gemacht wird. In der konstituierenden Sitzung der Delegiertenversammlung am 27. Oktober wurde Josef Glößl, Vizerektor für Forschung und Internationale Forschungskooperationen an der Universität für Bodenkultur Wien, zum Vorsitzenden gewählt. Glößl ist seit 1993 Professor für Angewandte Genetik an der BOKU Wien, war von 2000 bis 2008 Mitglied des FWF-Kuratoriums und ist seit 2010 Vizerektor an der BOKU. Zu seiner Stellvertreterin wurde Christine Bandtlow, Vizerektorin für Forschung und Internationales an der Medizinischen Universität Innsbruck gewählt. Bandtlow ist seit 2000 Professorin für Medizinische Biochemie an der Universität Innsbruck, war von 2002 bis 2011 Mitglied des FWF-Kuratoriums und ist seit 2013 Vizerektorin an der Medizinischen Universität Innsbruck.

„Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen in der Delegiertenversammlung für ihr Vertrauen in meine Person, dieses – erstmalig zu besetzende – Amt auszuführen“, so Josef Glößl in einer ersten Reaktion zu seiner Wahl, und weiter: „Wir stehen sogleich vor der herausfordernden Aufgabe, die Präsidentenwahl gemeinsam mit dem Aufsichtsrat in die Wege zu leiten. Die Scientific Community wie auch die Politik können sich sicher sein, dass die Delegiertenversammlung dies mit hohem Engagement und großer Gewissenhaftigkeit angehen wird – nicht zuletzt, weil sich der zukünftige Präsident bzw. die zukünftige Präsidentin mit schwierigen budgetären Perspektiven auseinandersetzen wird müssen“.

Bis Ende Jänner steht die Konstituierung des FWF-Aufsichtsrats an. Bis spätestens Ende April hat die Delegiertenversammlung dem Aufsichtsrat den Dreiervorschlag für die Wahl der Präsidentin bzw. des Präsidenten vorzulegen, welche dann bis längstens Ende Juli zu erfolgen hat. Bis Ende August 2016 wird mit der Bestellung der bzw. des kaufmännischen Vizepräsident/in das neue Präsidium komplettiert.

FWF-Delegiertenversammlung, V. Funktionsperiode (2015 – 2019)
http://www.fwf.ac.at/de/ueber-den-fwf/organisation/delegiertenversammlung/

Kontakt:

Marc Seumenicht
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation

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