Insgesamt sechs Persönlichkeiten wurden Mitte März aus 18 Bewerberinnen und Bewerbern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz von der Delegiertenversammlung eingeladen, an einem Hearing teilzunehmen. Bei dieser nächsten Stufe im Auswahlverfahren zur Wahl der künftigen FWF-Präsidentin bzw. des künftigen FWF-Präsidenten stellten sich die Bewerberinnen und Bewerber am 21. April persönlich der Gruppe der Delegierten.

Zunächst wurde den Kandidatinnen und Kandidaten – drei Männern und drei Frauen – die Möglichkeit geboten, sich und ihre Pläne, Ideen und Visionen zu präsentieren. Im Anschluss daran nutzten die Delegierten die Gelegenheit, ihrerseits Fragen an die Bewerberinnen und Bewerber zu stellen und sich so ein fundiertes Bild zu machen.

Nach Beendigung aller sechs Hearings zogen sich die Delegierten zur Beratung und Diskussion zurück. Am Ende bestimmten sie in geheimer Wahl jenen Dreiervorschlag, der dem FWF-Aufsichtsrat für die Wahl der nächsten Präsidentin bzw. des nächsten Präsidenten vorgelegt wird.

„Wir hatten heute das Privileg, sechs hervorragende Kandidatinnen und Kandidaten beim Hearing begrüßen und deren ambitionierte Ziele für den FWF mit ihnen erörtern zu dürfen“, so Josef Glößl, Vorsitzender der Delegiertenversammlung, und weiter: „Ich möchte mich bei den nun nicht im Dreiervorschlag stehenden Persönlichkeiten für ihr Engagement bei der Kandidatur herzlich bedanken und wünsche den drei im Dreiervorschlag stehenden Bewerberinnen und Bewerbern viel Erfolg im weitere Verfahren.“

Als nächstes ist nun der zehnköpfige Aufsichtsrat am Zug. Er wird sich in den kommenden Wochen intensiv mit dem Dreiervorschlag auseinandersetzen und sich untereinander beratschlagen. Auch die verbliebenen drei Kandidatinnen und Kandidaten müssen nun bis zur Wahl ihr (wissenschaftliches) Vizepräsidiumsteam zusammenstellen. Am 17. Mai folgt dann ein weiteres Hearing vor dem Aufsichtsrat, bei dem sich die Präsidentschaftsbewerberinnen und -bewerber abschließend präsentieren können. Zur geheimen Abstimmung unter den Aufsichtsratsmitgliedern stehen dann die Kandidatinnen und Kandidaten mitsamt ihren Teams.

„Ich danke Josef Glößl, Christine Bandtlow und der gesamten Delegiertenversammlung für die enorme Arbeit, die hinter diesem vorgelegten Dreiervorschlag steckt“, so FWF-Aufsichtsratsvorsitzender Hans Sünkel. „Wir werden im Aufsichtsrat an deren Professionalität unmittelbar anknüpfen, sodass ich sicher bin, dass wir am 17. Mai eine ausgezeichnete Wahl werden treffen können“, so Sünkel weiter.

Der von der Delegiertenversammlung gewählte Dreiervorschlag (in alphabetischer Reihenfolge)

- Gabriele Anderst-Kotsis ist seit 2002 ordentliche Professorin für Informatik an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz, wo sie das Institut für Telekooperation leitet. Die Sozial- und Wirtschaftswissenschafterin war zudem von 2007 bis 2015 Vizerektorin für Forschung und Frauenförderung an der JKU Linz sowie Vorsitzende des Forum Forschung der Österreichischen Universitätenkonferenz.

- Walter Berka ist seit 1994 ordentlicher Professor für Allgemeine Staatslehre, Verwaltungslehre, Verfassungs- und Verwaltungsrecht an der Universität Salzburg. Der Rechtswissenschafter war von 2005 bis 2015 Mitglied bzw. von 2010 bis 2015 Stellvertretender Vorsitzender des Österreichischen Wissenschaftsrates. An der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist er seit 2008 Wirkliches Mitglied, bis 2013 war er Vorsitzender des Akademierates.

- Klement Tockner ist seit 2007 Direktor des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei sowie Professor für Aquatische Ökologie an der Freien Universität Berlin. Seit 2012 ist der Biologe und Gewässerökologe korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Im Jahr 2015 wurde Tockner als neues Mitglied in die deutsche Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen.

Kontakt:

Marc Seumenicht
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation

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