Eine der größten Herausforderungen des akademischen Publizierens in den nächsten Jahren wird es sein, wie neben einigen wenigen und immer weniger werdenden Großverlagen alternative, nicht kommerzielle Publikationsmodelle erhalten bzw. neu etabliert werden können. Einige nennenswerte bereits bestehende Alternativmodelle wie unter anderem Scoap³ für den Bereich der Hochenergiephysik oder Knowledge Unlatched für Buchpublikationen zeigen bereits Erfolge.

Eines der erfolgversprechendsten Modelle für den Bereich der Geisteswissenschaften ist die Open Library of Humanities (OLH). Die OLH ist ein Open Access Journal, das Beiträge aus allen geisteswissenschaftlichen Gebieten publiziert und dafür weder Gebühren von den AutorInnen noch von den LeserInnen erhebt. Gleichzeit ist die OLH auch eine Serviceplattform für etablierte oder neue Journals, die auf Open Access um- bzw. einsteigen wollen. Die Finanzierung erfolgt mittels Crowdfunding, an dem sich mittlerweile bereits über 100 Institutionen beteiligen. Seit 2016 zählen die Akademie der bildenden Künste und der Österreichische Wissenschaftsfonds FWF zu den Unterstützern der OLH.

Auf Einladung der Akademie der bildenden Künste und des FWF wird Dr. Caroline Edwards, eine der GründerInnen der OLH, am 5. Juli 2016 in der Aula der Akademie der bildenden Künste (Schillerplatz 3, 1010 Wien) das Konzept der Open Library vorstellen. Unter dem Titel „How the Humanities are Changing Academic Publishing” wird Edwards, die derzeit an der University of London lehrt, die sich rapide wandelnde Open Access Landschaft und den Einfluss auf die akademische Tätigkeit, besonders in den Geisteswissenschaften, thematisieren. Außerdem wird sie die Entwicklung der OLH aufzeigen und welche Möglichkeiten diese für WissenschaftlerInnen bietet. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Anmeldungen sind ab sofort hier http://www.fwf.ac.at/de/service/kalender/veranstaltung/kid/20160705-548/ möglich.


Siehe auch: https://www.openlibhums.org/site/about/

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