Schaffung innovativer Freiräume, Öffnung der Wissenschaft, neue Kooperationsformen sowie effiziente Abläufe als Ziele von FWF-Präsident Tockner

Mit 1. September tritt das neue Präsidium des Wissenschaftsfonds (FWF) unter der Führung von Klement Tockner sein Amt an. Dem 53-jährigen Gewässerökologen zur Seite stehen als wissenschaftliche/r Vizepräsident/innen Gerlinde Mautner (Institut für Englische Wirtschaftskommunikation, Wirtschaftsuniversität Wien), Gregor Weihs (Institut für Experimentalphysik, Universität Innsbruck) sowie Ellen Zechner (Institut für Molekulare Biowissenschaften, Universität Graz). Für die kaufmännischen Belange ist im neuen Präsidium Vizepräsidentin Artemis Vakianis zuständig.

Klement Tockner, bisheriger Direktor des deutschen Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei sowie Professor für Aquatische Ökologie an der Freien Universität Berlin, übernimmt das Amt des FWF-Präsidenten von Christine Mannhalter. Die Professorin für Molekulare Diagnostik hatte die interimistische Leitung des FWF nach dem Wechsel von Pascale Ehrenfreund zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt seit August 2015 inne. Christine Mannhalter übernimmt mit 1. September den Vorsitz des gemeinnützigen Forschungs-, Aufklärungs- und Kulturprojekts Genom Austria, einem Citizen-Science-Projekt des CeMM Forschungszentrums für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Medizinischen Universität Wien.

Herausforderungen, Ideen und Impulse

In einer ersten Einschätzung sieht Klement Tockner die nationale und internationale Forschungsförderung vor großen Herausforderungen, die jedoch zugleich Chancen zur Qualitätssteigerung und Weiterentwicklung der Wissenschaft bieten. „Wir müssen als Förderungsorganisation noch deutlicher innovative Freiräume für die Forschung schaffen und eine stärkere Öffnung der Wissenschaft – insbesondere gegenüber der Gesellschaft – unterstützen“, so Klement Tockner.

Nach zwei Jahrzehnten erfolgreichen Aufholens in der Grundlagenforschung gelte es darauf zu achten, dass Österreich nicht an Attraktivität verliert. „Um eine nachhaltige Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Österreich zu gewährleisten, muss die Forschung – insbesondere die erkenntnisgetriebene Grundlagenforschung – sowohl ideell als auch finanziell massiv gestärkt werden“, nennt Klement Tockner ein zentrales Anliegen als neuer FWF-Präsident.

Mithilfe dieser Stärkung möchte Klement Tockner gemeinsam mit seinem Präsidium eine qualitative Neuorientierung in der Forschungsförderung einleiten. „Wir haben in Übereinstimmung mit der FTI-Strategie der Bundesregierung das klare Ziel, den Abstand zu den in Forschung und Innovation führenden Nationen wie der Schweiz, den Niederlanden, Dänemark oder Schweden weiter zu verringern“, so Tockner, und erklärt: „Dazu muss es dem FWF zunächst möglich sein, alle exzellent begutachteten Anträge tatsächlich zu finanzieren.“

Für seine Amtszeit wünscht sich der neue FWF-Präsident eine starke Vertrauensbasis, bei der eindeutige Bekenntnisse auch entsprechend umgesetzt werden. „Für mich ist Vertrauen eine der wohl wichtigsten ‚Währungen‘ der Wissenschaft. Mein Ziel ist es, die wechselseitige Vertrauensbasis zwischen FWF, den Geldgebern sowie den Partnern in der Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit auszubauen. Ich bin zuversichtlich, dass uns dies auch gelingen wird“, so Klement Tockner.

FWF Der Wissenschaftsfonds

Der FWF ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung. Er unterstützt international herausragende Forschungsprojekte, die sich der Gewinnung, Erweiterung und Vertiefung wissenschaftlicher Erkenntnisse widmen.

Kontakt:

Marc Seumenicht
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation

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