FWF 2017 2020 Gemeinsam zum fuehrenden Wissenschaftsland
im Bild von links nach rechts: Klement Tockner, FWF-Präsident und Reinhold Mitterlehner, Vizekanzler © FWF / APA-Fotoservice / Richard Tanzer - Für redaktionelle Zwecke bei Nennung der Quelle kostenfrei / Use of these photos for editorial purposes is free of charge, subject to attribution

Wissenschaftsminister und FWF-Präsident zu strategischen Vorhaben des Wissenschaftsfonds bis 2020 - FWF-Budget steigt um 281 Millionen Euro - Mehr Spielraum für neue Projekte und Finanzierung zusätzlicher Forscher

Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner und FWF-Präsident Klement Tockner präsentierten am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz ihre neue Förderstrategie für die heimische Grundlagenforschung. „Wir statten den Wissenschaftsfonds FWF mit frischem Geld aus und können damit mehr Projekte und Forscher denn je zuvor unterstützen. Ein Land wie Österreich muss in der Champions League der Forschung spielen. Das sichert langfristig Arbeitsplätze und Wohlstand im Land“, sagt Mitterlehner. „Es geht darum, Österreich zu einem der attraktivsten Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorte zu machen. Mit der Forschungsmilliarde wird ein wesentlicher Schritt gesetzt, um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen“, betont FWF-Präsident Klement Tockner. „Es ist ein mutiges Aufbruchssignal, das großen Dank verdient."

Schwerpunkte der künftigen Strategie

Der Wissenschaftsfonds FWF ist ein wichtiger Eckpfeiler der Forschungsexzellenz. Gemeinsam stellten Mitterlehner und Tockner die inhaltliche Ausrichtung des FWF für die Jahre 2017 bis 2020 vor. Das klare Ziel: Österreich als führenden Wissenschaftsstandort weiterzuentwickeln und die Grundlagenforschung auszubauen. In diesem Sinne hat die Bundesregierung auf Initiative von Mitterlehner eine Aufstockung des FWF-Budgets um 50 Prozent beschlossen. Dieses erhöht sich um 281 Millionen Euro für 2018 bis 2021. Auf diesem Weg soll das Jahresbudget von derzeit 184 Millionen Euro sukzessive auf 290 Millionen Euro im Jahr 2021 ansteigen. Das ermöglicht insbesondere mehr Projekte und die Finanzierung von zusätzlich bis zu 1.400 Forschern pro Jahr.

Der zweite Schwerpunkt umfasst einen noch effektiveren Ressourceneinsatz, um die Forschungsaktivitäten bestmöglich zu unterstützen. Dazu läuft eine Neustrukturierung des FWF. Ziele sind eine transparente Strukturierung interner Abläufe (RH-Empfehlungen umgesetzt), eine noch stärkere Abstimmung mit anderen Forschungsförderungsorganisationen, wie auch die Optimierung des Übergangs von der Grundlagenforschung zur angewandten Forschung und in die Wirtschaft. Drittens kommen neue inhaltliche Schwerpunkte des FWF: 100 zusätzliche Zukunftsprofessuren für die Forschung 2018 – 2021 gehören ebenso zum Strategiepapier, wie ein "1000-Ideen-Programm". Zielgruppe sind risikoreiche Forschungsthemen, die in herkömmlichen Verfahren wenig Chance auf Bewilligung hätten.

Ebenfalls geplant ist die Einrichtung einer FWF-Stiftung, um für Drittmittel noch attraktiver zu sein. Damit sollen mehr private Investoren für die Grundlagenforschung gewonnen werden. Zudem will der FWF Vorbild und Vorreiter in der Qualitätsentwicklung des Begutachtungs- und Auswahlverfahrens werden. Angestrebt wird auch die zügige Weiterentwicklung einer Open-Science-Strategie als Grundlage für Open Innovation, gemeinsam mit den Forschungseinrichtungen.

Österreich bei Forschungsausgaben schon auf dem zweiten Platz in der EU

„Innovationen, Wissenschaft und Forschung sind unsere Zukunftsvorsorge. Daher setzen wir die richtigen Schwerpunkte im Budget“, sagt Mitterlehner. Dass Anspruch und Wirklichkeit zusammenpassen, zeigt der Aufstieg im europäischen Forschungsranking. Österreich verzeichnet mittlerweile die zweithöchsten Forschungsausgaben in der Europäischen Union. Mit einer F&E-Quote von 3,07 Prozent liegt Österreich deutlich über dem EU-Schnitt von 2,04 Prozent und hat Innovationsführer wie Deutschland, Dänemark und Finnland überholt. Mitterlehner sieht darin „einen Beleg für die exzellente Arbeit an unseren Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschenden Unternehmen. Der positive Trend zeigt, dass die zusätzlichen finanziellen Mittel und die stärkere Verschränkung von Wissenschaft und Wirtschaft wirken.“

 

Weitere Informationen
Strategische Vorhaben 2017–2020(pdf, 270KB)

Kontakt:

Marc Seumenicht
FWF Der Wissenschaftsfonds
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation
+43-1 505 67 40 – 8111
+43 (0)664 85 88 797
marc.seumenicht(at)fwf.ac.at

Mag. Pia Mokros
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Pressesprecherin des Bundesministers
+43 (0) 1 71100-805108 / +43 664 88 4242 07
pia.mokros(at)bmwfw.gv.at
www.bmwfw.gv.at


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