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Der FWF beteiligt sich an PubMed

Der FWF fördert den freien Zugang zu Publikationen in den Life Sciences, indem die FWF-FördernehmerInnen unterstützt werden, ihre wissenschaftlichen Publikationen in PubMed zu archivieren.

PubMed (www.pubmed.gov/) ist nicht nur die größte bibliographische Datenbank in den Life Sciences (ca. 19 Mio. Einträge), sie erreicht auch mit Abstand die höchsten Akzeptanz- und Nutzungswerte einer disziplinenspezifischen bibliographischen Datenbank. Das wurde nicht zuletzt dadurch ermöglicht, dass Dank der Politiken und Förderungen des NIH sowie von kanadischen und britischen Förderorganisationen über das Volltextarchiv PubMedCentral (www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/) mittlerweile fast 1,8 Mio. referierte Zeitschriftenartikel frei zugänglich sind.

Das Partnerarchiv von PubMedCentral für Volltexte UKPMC (http://ukpmc.ac.uk) hat nun andere europäische Förderorganisationen eingeladen, sich am Ausbau der Volltext-archivierungen durch die WissenschafterInnen zu beteiligen. Der FWF hat diese Einladung nicht nur gerne angenommen, sondern befindet sich damit in Gesellschaft so renommierter Förderorganisationen wie dem National Institute of Health (NIH), Canadian Institutes of Health Research (CIHR), Medical Research Council (MRC, Biotechnology and Biological Sciences Research Council (BBSRC), Cancer Research UK, Wellcome Trust u.a.:

Das bedeutet ab Ende März nun für alle FWF-FördernehmerInnen im Bereich der Life Sciences und verwandter Gebiete, deren Publikationen regelmäßig oder teilweise in PubMed gelistet werden, das Folgende:

  • Alle ProjektleiterInnen aus dem Bereich der Life Sciences und verwandter Gebiete mit FWF-Projekten, die nicht länger als vor 3 Jahren abgeschlossen wurden (spätester Projektabschluss: 1.4.2007), erhalten in den nächsten Tagen von UKPMC per Email die Möglichkeit zur Eröffnung eines Kontos in UKPMC für ihr(e) FWF-Projekt(e).

  • Mit diesem Projektkonto wird es möglich sein, alle referierten Publikationen, die aus den entsprechenden FWF-Projekten hervorgegangen sind, frei zugänglich zu archivieren.

  • Darüber hinaus werden Verknüpfungen zu Gene-, Protein- und chemischen Datenbanken wie auch zu Forschungsdaten und Patendatenbanken ermöglicht. Schließlich sind für alle Publikationen bibliometrische Abfragen via Web of Science, Scopus und zu PubMed vorgesehen.

  • Fallen Kosten für Open-Access-Zeitschriften oder für Hybrid-Zeitschriften (bei denen die AutorInnen für die Freischaltung ihrer Artikel eine Gebühr zahlen müssen) an, übernimmt diese wie bisher der FWF.

Details des Ablaufes der Volltextarchivierung über UKPMC
www.fwf.ac.at/de/public_relations/oai/pubmed.pdf

Der FWF fordert alle FördernehmerInnen in den Life Sciences auf, diese Möglichkeit aktiv durch eine möglichst vollständige Archivierung der Volltexte referierter Publikationen zu nutzen.

Dies hat für viele enorme Vorteile. Die WissenschafterInnen stärken die Qualität einer Datenbank, die von ihnen alltäglich genutzt wird und erhöhen damit zugleich die Rezeption (Stichwort: höhere Zitationsraten) ihrer Publikationen. Darüber hinaus werden eine effiziente und effektive Mittelverwendung öffentlich finanzierter Forschung und deren Sichtbarkeit für eine interessierte Öffentlichkeit unterstützt.

Alle betroffenen ProjektleiterInnen werden in den nächsten Wochen durch eine gesonderte E-Mail des FWF benachrichtigt.

Weitere Informationen
Pressemeldung von UKPMC:
http://www.wellcome.ac.uk/News/Media-office/Press-releases/2010/WTX058744.htm

Zur Finanzierung des FWF von Open Access Publikationen und entsprechender Gebühren:
http://www.fwf.ac.at/de/projects/referierte_publikationen.html

Zum Hintergrund des Open Access Gedankens siehe auch:
http://www.fwf.ac.at/de/public_relations/oai/informationen_oa.html

Rückfragen
Dr. Falk Reckling

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