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Events - Abenteuer Forschung
ab 26. September 2007

Grundlagenforschung - die Suche nach Erkenntnis

Woher kommt Fortschritt, woher kommt neues Wissen?
Wie entwickelte sich aus den zuckenden Froschschenkeln, die Galvani 1791 beobachtete, unser Wissen über Elektrizität? Wie kann Grundlagenforschung über die Sinnesorgane der Spinnen zu neuen technischen Anwendungen führen?

Es waren immer Grundlagenforscher und -forscherinnen, die mit Neugierde, Mut und Ausdauer - und nicht selten dafür angefeindet - eine Idee verfolgten und dabei zu neuen Erkenntnissen über unsere Gesellschaft sowie über Leben, Erde und Kosmos kamen. Erkenntnissen, die unser Leben veränderten, obwohl der die Anwendungsmöglichkeiten dieser Forschungen nicht immer von vornherein klar erkennbar sind. Denn:

Grundlagenforschung ist die Suche nach neuen Erkenntnissen, unabhängig davon, ob und wie das daraus abgeleitete neue Wissen praktisch verwertet werden kann.

Wesentliche Triebfeder dabei ist die Neugierde; nicht selten kommt auch der Zufall zu Hilfe, wie etwa bei der Entdeckung der Röntgenstrahlen, der Elektrizität und des Penicillin. Entscheidend ist, dass diese Zufälle erkannt und richtig gedeutet werden.

Solche eher ungeplanten, durch reine Neugierde der ForscherInnen motivierten Forschungen - Motto: "Das sollten wir uns einmal genauer ansehen….man könnte doch…" - sind ein wichtiges Charakteristikum der Grundlagenforschung.

Neues Wissen entsteht aber auch durch systematische Untersuchungen über die Ursache einer Entdeckung bzw. eines Phänomens ("Warum"-Forschung), durch ein ungelöstes Problem oder ein Bedürfnis der Gesellschaft (z.B. Bekämpfung einer Krankheit), das durch neues Wissen einer Lösung zugeführt wird. Auch das ist Grundlagenforschung.

"Serendipity" - Zufälle richtig deuten

Unter ‚Serendipity' versteht man eine nicht erwartete, überraschenden Beobachtung, die den Weg zu völlig neuen Erkenntnissen ebnet. Der Begriff wurde im achtzehnten Jahrhundert geprägt und stammt aus einem alten persischen Märchen, das von den Prinzen von Serendip (Ceylon, das heutige Sri Lanka) handelt. Die drei Prinzen aus Serendip zogen unerkannt durch das Land, das sie zukünftig regieren sollten, um - jeder für sich - etwas ganz bestimmtes zu finden, nachdem jeder einzelne gesucht hatten. Tatsächlich stießen sie auf ganz andere Dinge, die für sie bedeutsam wurden.

Ähnlich verhält es sich in der Forschung. Zeichen, die einem der Zufall sendet, richtig zu deuten ist eine wichtige Fähigkeit des wissenschaftlich tätigen Menschen. Neugierig und offen zu bleiben, um Neues, Unerwahrtes annehmen zu können, um das, was man wahrnimmt, richtig deuten können. Darauf kommt es in der Wissenschaft häufiger an, als man denken möchte. Die Entdeckung der Röntgenstrahlung, die Entdeckung des Penicillins bis hin zur Lasertechnik geben uns ein Gefühl, was ‚Serendipity' in der Grundlagenforschung bedeutet.

Ev. Rückfragen:
Mag. Stefan Bernhardt MBA, FWF

Dr. Monika Bannert, Dr. Bannert Public Relations
Tel.: +43 664 21 00 618
eMail: m.bannert@dr.bannert-pr.at

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