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Open Access ist keine Erfindung oder Zwangsmaßnahme von Förderorganisationen, sondern basiert auf vielen bottom up Initiativen von WissenschafterInnen aller Disziplinen, denen es um die Wahrung eines kostengünstigen und freien Zugangs zu Forschungsergebnissen geht. Die Open Access Policy stellt nicht die Freiheit der WissenschafterInnen in Frage, in einem Organ ihrer Wahl zu publizieren. Vielmehr ist es ein zentrales Anliegen vieler WissenschafterInnen und Förderorganisationen, der Scientific Community Informationen über ihre Rechte, Möglichkeiten aber auch über ihre Verantwortung als öffentlich geförderte ForscherInnen bereitzustellen. 1. Was ist das Problem der vorherrschenden Publikationsmedien? Kostenproblem: Die Kosten für die Veröffentlichung und
Verbreitung von Fachzeitschriften sind in den letzten Jahren geradezu
explodiert, sodass kaum noch alle relevanten Publikationen angeschafft
werden. Verfügungsproblem: Die Autoren von öffentlich finanzierter Forschung müssen in der Regel alle Rechte an die Verlage abtreten, Weiterverwertungen werden damit erschwert. Zugangsproblem: Aus all dem folgen wachsende Schwierigkeiten beim transparenten Zugang zu Forschungsergebnissen. 2. Was sind die Ziele von Open Access? Geschwindigkeit: Die oft langwierigen Veröffentlichungszeiten können durch Open Access signifikant verringert werden. Kosten: Open Access trägt mittelfristig zur Stabilisierung und langfristig zur Reduzierung der Anschaffungskosten für Publikationen bei. Marktzugang: Vor allem für kleinere Fachgebiete eröffnet sich durch Open Access ein günstigerer Markteintritt. Wissensvernetzung: Mit Open Access lassen sich Hintergrundinformationen wie Rohdatenzugriffe, Visualisierungen oder Verlinkungen zu anderen Publikationen integrieren. Qualitätssicherung: Open Access beeinträchtigt nicht die Peer Review, sondern kann sie sogar erweitern, u.a. durch Verfahren bei dem die Gutachten frei zugänglich sind und die entsprechende Community Stellung nehmen kann (open Peer Review). Scientific Fraud: Der freie Zugriff zu den Publikationen verbessert
Aufdeckungsmöglichkeiten von wissenschaftlichem Fehlverhalten. 3. Wie erfüllt man die Open Access Policy
des FWF? a) Open Access Zeitschriften/Verlage gewährleisten den unmittelbaren, freien und qualitätsgeprüften (Peer Review) Zugang zu allen Artikeln oder Büchern. Abhängig von der Disziplin und dem Aufwand erheben einige Zeitschriften/Verlage Gebühren von den AutorInnen (getragen i.d.R. von den Förderorganisationen wie dem FWF). Für eine Übersicht von Open Access Zeitschriften: http://www.doaj.org/ Von ca. 25.000 Fachzeitschriften veröffentlichen fast 4.500 nach diesem sogenannten "Gold Road" Modell (mit einem derzeitigen Wachstum von ca. 2 Zeitschriften pro Tag). Offenkundig eröffnet sich damit ein neuer Markt, der bis jetzt von einer Handvoll Großanbieter dominiert ist. b) Hybrid-Zeitschriften stellen eine Option einer Reihe von Verlagen und Fachgesellschaften dar, Artikel in konventionellen Zeitschriften frei zugänglich zu machen. Alle internationalen Großverlage bieten mittlerweile für viele ihrer Zeitschriften (ca. 3.500) eine solche "Freikaufoption" an. D.h. der Artikel kann gegen Bezahlung (i.d.R. durch Förderorganisationen wie den FWF) frei zugänglich gemacht werden: http://www.sherpa.ac.uk/romeo/PaidOA.html c) Postprints bedeutet die frei zugängliche elektronische
Selbst-Archivierung von Artikeln, Beiträgen oder Büchern, die
bereits in klassischen Publikationsorganen erschienen sind. Gibt es Embargozeiten,
vor deren Ablauf die Selbstarchivierung bereits publizierter Forschungsergebnisse
in disziplinspezifischen oder institutionellen Repositorien nicht gestattet
wird, sollten diese nicht länger als sechs Monate (in Ausnahmefällen
zwölf Monate) betragen. Gibt es längere Embargozeiten oder erlauben
einige Publikationsorgane überhaupt keine Selbstarchivierung, sollten
die WissenschafterInnen ausdrücklich auf die Open Access Policy des
FWF hinweisen. d) Preprints ist die frei zugängliche elektronische Selbstarchivierung
von Vorabversionen von Artikeln, Beiträgen oder Büchern, die
noch keinem Peer Review Verfahren unterzogen wurden. 4. Wo kann man Preprints und Postprints archivieren?
5. Wer deckt die Kosten für Open Access?
Alle weiteren Maßnahmen, die Open Access Publikationen unterstützen, können u.a. aus dem Globalbudget der FWF-Projekte gedeckt werden. 6. Wann muss man der Open Access Policy nicht
folgen? 7. Wie überprüft der FWF die Open
Access Aktivitäten?
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