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Presseaussendung

Hertha-Firnberg-Nachwuchsstellen 2001 an neun Forscherinnen

In der Kuratoriumssitzung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) vom 25. Juni 2001 wurden zum vierten Mal Hertha-Firnberg-Nachwuchsstellen bewilligt. 9 Stellen konnten genehmigt werden, die Nachfrage nach diesem Programm ist unverändert hoch.

Von der Stabilität extra-solarer Planeten bis zum inoffiziellen Kunstmarkt in der ehemaligen UdSSR lauten die Forschungsthemen der neun jungen Wissenschafterinnen, die in einem strengen Ausleseverfahren nach einer internationalen Begutachtung ausgewählt wurden. Sie haben nunmehr die besten Voraussetzungen, um ihre wissenschaftliche Arbeit und damit auch ihre universitäre Karriere voranzutreiben.

Sowohl die Zahl als auch die Qualität der Anträge war in allen vier bisherigen Ausschreibungsrunden sehr hoch. Deshalb wurden vom Wissenschaftsministerium auch die Gelder für etwa doppelt so viele Stellen wie ursprünglich geplant bereitgestellt. Aufgrund des bisherigen Erfolges ist auch mit einer weiter anhaltenden starken Nachfrage nach dieser Art der Frauenförderung zu rechnen. Mittelfristig erwarten die Initiatoren der Aktion (Wissenschaftsministerium und FWF) daher eine positive Auswirkung auf den nach wie vor erschreckend niedrigen Anteil der Frauen an österreichischen Universitäten. Voraussetzung dafür ist allerdings eine weiterhin ausreichende Dotation.

Hertha-Firnberg-Nachwuchsstellen sind eine Initiative zur Frauenförderung in der Wissenschaft, die 1998 vom FWF im Auftrag des Wissenschaftsministerium eingeführt wurde. Sie richtet sich an Universitätsabsolventinnen mit abgeschlossenem Doktorat, die im Regelfall nicht älter als 40 Jahre sind. Inhaberinnen von Hertha-Firnberg-Nachwuchsstellen erhalten pro Jahr einen Betrag von 662.000,- ATS für ihr dreijähriges Forschungsvorhaben. Diese Summe beinhaltet die vollen Lohnkosten sowie allfällige projektspezifische Ausgaben.

Die feierliche Verleihung der Stellen durch Frau Bundesministerin Gehrer wird am 1. Oktober 2001 stattfinden. Die nächste öffentliche Ausschreibung erfolgt im Herbst.

Rückfragen: Dr. Laurenz Niel; Tel.: +43-1-505 67 40 DW 86
e-mail: niel@fwf.ac.at

HERTHA-FIRNBERG-NACHWUCHSSTELLEN 2001
BEWILLIGTE PROJEKTE (ATS 662.000,-- p.a. für drei Jahre)

Antragstellerin
Institut, Universität
Projekttitel


Dr. Monika Seekircher
Brenner Archiv, Universität Innsbruck
monika.seekircher@uibk.at
Projekttitel: "Wittgenstein: Briefwechsel und Philosophischer Nachlass"

Dr. Karin Athenstaedt
Institut für Biochemie, Technische Universität Graz
karin.athenstaedt@tugraz.ac.at
Projekttitel: "Biosynthese der Phosphatidsäure in der Hefe"

Dr. Sabine Agatha
Zoologische Institut, Universität Salzburg
Zoologie@sbg.ac.at
Projekttitel: "Marine Planktonciliaten aus europäischen Küstengewässern"

Dr. Waltraud Bayer
Institut für Geschichte, Universität Graz
Waltraud.bayer@aon.at
Projekttitel: "Der inoffizielle Kunstmarkt in der UdSSR, 1917 - 1991"

Dr. Elke Pilat-Lohinger
Inst. für Astronomie, Universität Wien
Lohinger@astro.univie.ac.at
Projekttitel: "Stabilität von extra-solaren Planeten"

Dr. Bibiane Steinecker-Frohnwieser
Institut für Medizinische Physik und Biophysik, Universität Graz
Frohnwie@kfunigraz.ac.at
Projekttitel: "Untersuchungen zur Regulation des Herz-Na+ Kanals durch PKA"

Dr. Sabine Weiss
Institut für Hirnforschung, Universität Wien
Sabine.weiss@univie.ac.at
Projekttitel: "Funktionelle kortikale Netzwerke während des Sprachverstehens"

Dr. Maja Pivec
Institut für Informationsverarbeitung, Technische Universität Graz
mpivec@acm.org
Projekttitel: "Wissensverwaltung in Aus- und Weiterbildung"

Dr. Ursula Prutsch
Institut für Geschichte, Universität Wien
Ursula.prutsch@univie.ac.at
Projekttitel: "Kulturpolitik und Kulturtransfer am Beispiel Brasiliens"

 


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