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Presseaussendung
Wittgenstein-Preise 2001 an die Biologen Meinrad
Busslinger und Heribert Hirt verliehen - 5
START-Preise für herausragende NachwuchsforscherInnen
Die diesjährigen START- und Wittgenstein-Preise
werden am 27. Juni in Wien von Frau Wissenschaftsministerin Gehrer verliehen.
Zwei Biologen erhalten Wittgenstein-Preise, die mit 15 - 20 Mio. ATS bedeutendsten
und am höchsten dotierten Auszeichnungen für österreichische
WissenschafterInnen: Meinrad Busslinger vom Institut für molekulare
Pathologie (IMP) und Heribert Hirt vom benachbarten Biozentrum der Universität
Wien. Weiters erhalten fünf Nachwuchsforscher START-Preise. Diese
sind mit jährlich 1,5 bis 2,5 Mio. ATS für sechsjährige
Projekte dotiert.
Die beiden Wittgenstein-Preisträger:
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Meinrad Busslinger (IMP, Wien) arbeitet
über die Differenzierung von Stammzellen. Diese Zellen besitzen
ein breites Entwicklungspotenzial und können sich in unterschiedliche
Zelltypen weiterentwickeln. In der Vergangenheit hat Busslinger
die Mechanismen untersucht, die für die Entwicklung von Stammzellen
zu spezialisierten Blutzellen verantwortlich sind. Diese sogenannten
B-Zellen spielen eine entscheidende Rolle im Immunsystem. Zur Zeit
untersucht Busslinger auch, wie weit diese Erkenntnisse auf die
Entwicklung des Mittelhirns und der Niere übertragbar sind.
Der aus der Schweiz stammende Molekularbiologe lebt seit 13 Jahren
in Wien und ist bereits der dritte Wittgenstein-Preisträger
in sechs Jahren, der am IMP forscht.
> Lebenslauf
> Abstract zum Forschungsprojekt
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Heribert Hirt (Universität
Wien) untersucht Mechanismen, die die Teilung und Verdopplung pflanzlicher
Zellen steuern. Eines der wichtigsten daran beteiligten Moleküle
- genannt CDK - wirkt wie ein Schalter. Hirt konnte mit seinem Team
zeigen, dass dieses Molekül nicht nur in Tieren sondern auch
in Pflanzen vorkommt und entdeckte weitere Substanzen, die CDK aktivieren.
Umwelteinflüsse wie Nährstoffangebot, Stress durch Trockenheit
oder Krankheitsbefall werden durch derartige Faktoren vermittelt und
fördern oder hemmen die Zellteilung und damit das pflanzliche
Wachstum. Diese komplexe intrazelluläre Informationsverarbeitung
wird im Rahmen einer multidisziplinären europäischen Kooperation,
die von Hirt geleitet wird, erforscht.
> Lebenslauf
> Abstract zum Forschungsprojekt |
Die fünf START-Preisträger und ihre Projekte:
START- und Wittgenstein-Preise werden in diesem
Jahr zum sechsten Mal vergeben. Die Entscheidung wurde von einer 13-köpfigen
internationalen Jury renommierter ExpertInnen getroffen. Ihr Vorsitzender
ist der Germanist Wolfgang Frühwald, ehemaliger Präsident der
Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Sowohl das START- als auch das Wittgensteinprogramm ist für alle
wissenschaftlichen Disziplinen offen. Die Gelder dürfen ausschließlich
für Forschungsarbeiten verwendet werden. Die Programme werden vom
Wissenschaftsfonds (FWF) im Auftrag des Wissenschaftsministerium (BMBWK)
durchgeführt.
Rückfragen:
Dr. Laurenz Niel, FWF
niel@fwf.ac.at
Tel.:+43-1-505 67 40
DW 86
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