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Presseaussendung

Amtsantritt des neuen FWF-Präsidiums - Christoph Kratky und sein Präsidiums-Team stellen sich vor. Nachhaltiger Expansionskurs für die kompetitive Wissenschaftsförderung als Programm.

Die neue Leitung des Wissenschaftsfonds nimmt die ermutigenden Signale des Rates für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) zum Anlass, einen konkreten Vorschlag für eine expansive Entwicklung des FWF anlässlich ihres Amtsantritts vorzulegen.

Wissenschaftspolitik braucht einen langen Atem
Grundlage für die expansive Entwicklung der FWF-Bewilligungssumme im autonomen Bereich ist die Empfehlungen des Rates, die eine Wachstumsrate von 9 Prozent des FWF-Bewilligungsvolumens im autonomen Bereich pro Jahr bis zum Jahr 2010 vorsieht. Dieser Planungshorizont ermöglicht erstmals eine mittelfristige Budgetplanung, die für die Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandortes Österreichs insgesamt - insbesondere für den FWF - eine neue Planungsqualität darstellt. Um Spitzenforschung entwickeln zu können, braucht ein Land stabile und ermutigende Rahmenbedingungen. Dem FWF kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Werden die Vorgaben des RFT umgesetzt, so wird der FWF im Jahr 2010 über ein Bewilligungsvolumen von rund 170 Mio. EUR verfügen.

Die Abgeltung von Overheads als wichtiges Marktsignal für Spitzenforschung
Neben der ermutigenden Perspektive, die sich für den FWF durch die Empfehlungen der Strategie 2010 in Bezug auf die Bewilligungssummen eröffnet, lässt ein zweites Signal die Zuversicht des neuen FWF-Präsidenten, Christoph Kratky, wachsen, den FWF und damit die Spitzenforschung in der Scientific Community Österreichs in den kommenden Jahren deutlich zu stärken.

Der RFT empfiehlt erstmals, dass der FWF in die Lage versetzt werden soll, für seine Förderungen Geldmittel für die Abgeltung so genannter Overheads bereit zu stellen. Unter Overheads sind jene Kosten zu verstehen, die Universitäten dadurch entstehen, dass sie für Forschung benötigte Infrastruktur zur Verfügung stellen. Die Abgeltung von Overheads soll als Anreiz, als positives Marktsignal, an die Führung von Universitäten wirken. Spitzenforschung macht die Universitäten - auch ökonomisch - stärker. Overheads führen dazu, Stärkefelder in den Universitäten - nun auch gleichsam in barer Münze - zu erkennen und zu fördern. Die Einwerbung von Drittmittel, wie sie der FWF den wissenschaftlichen Zentren des Landes zur Verfügung stellt, kann so endgültig zum positiven Marktsignal für exzellente wissenschaftliche Forschung aufgewertet werden.

So wird es zum Beispiel für jede Universität zur unabdingbaren Notwendigkeit WissenschafterInnen in ihren Reihen zu haben, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen Arbeitsqualität in der Lage sind, FWF-Förderungen zu lukrieren, um im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe zu bestehen. Das neue Präsidium des FWF nimmt deshalb die Empfehlung des Rates auf und schlägt die schrittweise Einführung der Overhead-Abgeltung für FWF-geförderte Projekte in folgenden Stufen vor: 2006 10 %, 2007 30 %, 2008 40 % und ab 2009 50 %. Overheads sind als wichtige Komponente einer leistungsabhängigen Finanzierung universitärer Infrastruktur zu verstehen und sollten bei allen projektbezogenen Förderungen - gleichgültig aus welcher Quelle - angewandt werden.

In Relation zum Gesamtbudget der Universitäten aus Bundesmitteln von gegenwärtig fast 2 Mrd. EUR stellen die im Jahr 2010 wirksamen Overheads von 85 Mio. EUR einen relativ geringen, aber wichtigen Beitrag zur Finanzierung universitärer Infrastruktur dar. Universitäten, die angehalten sind, ihre Einnahmen zu optimieren, werden - entsprechende Overhead-Finanzierung vorausgesetzt - bereit sein, wissenschaftliche Stärkefelder zu stärken.

Kontinuität als Stärke des FWF
Im Bereich des Förderportfolios und der Arbeitsprinzipien des Wissenschaftsfonds setzt das neue Präsidium auf Kontinuität. Christoph Kratky betont, dass jene Grundprinzipien und Verfahren, die sich bewährt haben, weiter die Grundlage des Wirkens des FWF bilden werden. Der FWF hat durch kontinuierlich gute Arbeit jene Reputation aufgebaut, die das neue Präsidium als Vorgabe und Verantwortung weiter tragen möchte.

Christoph Kratky: "Wir übernehmen die Leitung einer exzellent aufgestellten Institution. Das ist ein Verdienst von Professor Wick, seinem Team und allen seinen Vorgängern im Präsidentenamt. Der FWF ist ein Organismus, der bestens funktioniert und der noch viel für die Stärkung der wissenschaftlichen Forschung in Österreich leisten wird."

Christoph Kratky und sein Wunschteam
Seit Mittwoch, den 8. Juni 2005, steht Christoph Kratky nach erfolgreicher Wahl durch die Delegiertenversammlung des Wissenschaftsfonds als zukünftiger Präsident des FWF fest. Seinem Vorschlag für das VizepräsidentInnen-Team wurde zugestimmt, sodass der neue Präsident mit seinem Wunschteam die herausfordernde Aufgabe beginnen kann.

Renée Schroeder, Mikrobiologin und Genetikerin und die bekannteste Wissenschafterin Österreichs, wird als Vizepräsidentin für die Abteilung Biologie und Medizin zuständig sein. Johann Eder, Informatiker und vor kurzem von der Universität Klagenfurt an die Universität Wien berufen, wird für die Arbeit der Abteilung Naturwissenschaften und Technik verantwortlich zeichnen und Herbert Gottweis, der seit 1998 Professor für Politikwissenschaften an der Universität Wien ist, wird als Vizepräsident der Abteilung für Geistes- und Sozialwissenschaften fungieren.

Rückfragen
Mag. Stefan Bernhardt, MBA

Wien, 14. September 2005

Foto: Kratky

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Christoph Kratky, der neue Präsident des Wissenschaftsfonds FWF

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Fotos von der Pressekonferenz stehen via Internet unter
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