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Presseaussendung

Brief des Präsidenten

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Ich habe Ihnen vor einigen Wochen berichtet, dass der FWF wegen der unübersichtlichen Budgetsituation leider nicht in der Lage war, über die Förderung eingereichter Projekte in der Jänner-Sitzung des Kuratoriums zu entscheiden. Tatsächlich wird das Bundesbudget erst in der Budgetrede des Finanzministers im kommenden April bekanntgegeben und Ende Mai vom Parlament beschlossen, sodass verbindliche Förderentscheidungen nicht vor Juni fallen können. Wir hatten aber gehofft, auf Basis vorläufiger Budgetzahlen bereits in der Kuratoriumssitzung im März bedingte Förderentscheidungen aussprechen zu können.

Tatsächlich sind die Verhandlungen des Wissenschaftsministers mit dem Finanzminister zwar abgeschlossen, allerdings wurde innerhalb der Regierung vereinbart, die Budgetzahlen bis zur Budgetrede strikt unter Verschluss zu halten. Darüber hinaus wird über die Verteilung der Budgetmittel innerhalb des BMWF nach wie vor intensiv verhandelt. Aus diesem Grund haben wir in Absprache mit dem BMWF entschieden, die anstehenden Projektanträge auch nicht in der März-Sitzung des Kuratoriums zu entscheiden, sondern diese Entscheidungen auf die Sitzung im Mai zu verschieben. In der Tat waren wir bis vor wenigen Tagen noch optimistisch und haben bereits entsprechende Vorbereitungen für die März-Sitzung getroffen. Allerjüngste Gespräche mit der Aufsichtsbehörde haben jedoch ergeben, dass die bislang verfügbaren Budgetzahlen noch nicht ausreichend belastbar sind, um Förderentscheidungen zu rechtfertigen.

Viele von Ihnen haben in den letzten Wochen dem Bundeskanzler, dem Finanzminister und dem Wissenschaftsminister geschrieben und dabei die Bedeutung des Wissenschaftsfonds für den österreichischen Forschungsstandort zum Ausdruck gebracht. Einige von Ihnen waren sogar persönlich bei einem der für unsere Anliegen maßgeblichen Regierungsmitglieder. Ich bin sicher, dass diese Briefe und Besuche den Wissenschaftsminister bei seinen Verhandlungen mit dem Finanzminister gestärkt haben (wie man hört, ist das BMWF ja eines der ganz wenigen Ressorts mit steigendem Budget). In der derzeitigen Phase der ressort-internen Mittelverteilung gilt es nun, dem Finanzbedarf des FWF ausreichend hohe Priorität zu verleihen. Seien Sie versichert, dass auch wir in dieser Sache alles In-unserer-Macht-Stehende unternehmen werden. Der FWF ist mit seiner kompetitiven Mittelvergabe Garant dafür, dass das Geld qualitätsgesichert direkt bei den forschungsaktiven Wissenschafterinnen und Wissenschaftern landet, was die Universitäten und Forschungseinrichtungen im internationalen Wettbewerb bestmöglich unterstützt.

Ich möchte mich bei Ihnen allen für Ihre Solidarität mit dem Wissenschaftsfonds und Ihre Unterstützung bedanken und hoffe, dass Sie dem FWF auch in schwierigen Zeiten verbunden bleiben.

Ihr

Christoph Kratky
Präsident des Wissenschaftsfonds

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