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Presseaussendung Fehlende Genaktivität bei Eierstock-Krebs entdeckt Die Aktivität von zwei speziellen Genen ist bei Tumoren des Eierstock-Krebses fast vollständig eingestellt. Diesen wichtigen Hinweis für die frühzeitige Diagnose liefert eine aufwändige Analyse der Genaktivitäten in Tumorzellen des Eierstock-Krebses. Die an der Medizinischen Universität Wien mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF gewonnenen Erkenntnisse liefern auch einen wichtigen Beitrag zum Start eines EU-Projekts, das die Diagnose von Eierstock-Krebs optimieren wird. 63.000 Fälle von Eierstock-Krebs werden jedes Jahr in Europa diagnostiziert. Auf Grund des Krankheitsverlaufs können klinische Merkmale erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt werden. Dann ist es aber oftmals zu spät. Für über 30.000 Frauen ist diese verzögerte Diagnose Ursache dafür, dass sie an den Folgen der Erkrankung sterben müssen. Es steht in den Genen Im Rahmen des FWF-Projekts wurden in Tumorzellen von über 90 Patientinnen die Aktivitäten mehrerer Gene auf einem bestimmten Abschnitt des menschlichen Chromosoms 8 gemessen. Dieser Abschnitt ist bei Eierstock-Krebs oftmals verändert. In einer früheren Arbeit hatte das Team um Prof. Krainer in dieser Region bereits 22 Gene identifiziert. In der jetzigen Arbeit konnte nun gezeigt werden, dass insgesamt fünf dieser Gene in Tumorzellen sehr geringe Aktivitäten aufweisen. Dabei fielen N33 und EFA6R besonders auf, da deren Verminderung an Aktivität im Zusammenhang mit dem Verlauf der Erkrankung stand. Über die Funktion der Gene gibt es derzeit jedoch nur Vermutungen, so könnte N33 an der Regulation des Zelltodes beteiligt sein und EFA6R an der Signalübertragung. Gene ohne Grenzen Zu den großen Fortschritten in der Diagnose von Krebserkrankungen meint Prof. Krainer: "Der nächste Schritt in der Früherkennung ist eben die Diagnose molekulargenetischer Marker wie Methylierungen. Denn diese liefern Informationen über die tatsächliche Entwicklung von Krebs in individuellen Patienten. Somit kann die Analyse molekulargenetischer Marker die Untersuchung der genetischen Veranlagung für zum Beispiel Brust- und Dickdarmkrebs ideal ergänzen." Diese liefert grundlegende Informationen über die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person diese Krebsart auf Grund seiner erblichen Veranlagung entwickeln wird. Schon heute bietet diese genetische Diagnostik Möglichkeiten, kostenintensive Vorsorgeuntersuchungen individuell auf das Risikoprofil der Betroffenen abzustimmen. Das spart Kosten. Auch deshalb werden zum Beispiel in den Niederlanden die Kosten für diese genetische Diagnose sogar von den Krankenkassen übernommen. Originalpublikation: Five genes from chromosomal band 8p22 are significantly downregulated in ovarian cancer: N33 und EFA6R have a potential impact on overall survival. Cancer 15.11.2005 Advanced On-line Publication Wissenschaftlicher Kontakt Der Wissenschaftsfonds FWF
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Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Haus der Forschung, Sensengasse 1, A-1090 Wien T +43-1-505 67 40 F +43-1-505 67 39 office@fwf.ac.at - www.fwf.ac.at |
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