![]() ![]() |
![]() |
| |
|
|
Presseaussendung Forschung mit Herz: SPARC bildet Herzmuskel aus Stammzellen Die Entwicklung des Herzmuskels im Embryo wird entscheidend von dem Protein SPARC mitbestimmt. Diese bisher unbekannte Bedeutung von SPARC wurde im Rahmen eines Projekts des Wissenschaftsfonds FWF entdeckt. Das Protein wirkt maßgeblich auf die Aktivität von jenen Genen, die für die Entstehung von Herzzellen aus - zunächst undifferenzierten - Zellen eines Embryos verantwortlich sind. Die Ergebnisse des an der Medizinischen Universität Wien durchgeführten Projekts können zukünftig dazu beitragen, Herzzellen für den Einsatz in der Zelltherapie für HerzinfarktpatientInnen zu züchten. Wenn das Herz nicht mehr mitmacht, ist guter Rat - und Ersatz - teuer. Eine Transplantation oder der Einbau eines Kunstherzens ist riskant - und zukünftig wohl auch nicht immer notwendig. Eine bessere Möglichkeit wird die Ergänzung von geschädigtem Herzmuskel mit neuem Herzgewebe bieten. Einen wichtigen Beitrag für die dazu notwendige Herstellung von Herzmuskelzellen hat jetzt ein Team um Prof. Georg Weitzer von den Max Perutz Laboratories am Department für Medizinische Biochemie der Medizinischen Universität Wien geleistet. Herzensboten Modell mit Rhythmus Zum wissenschaftlichen Nutzen des Modells der "embryoid bodies" erläutert Prof. Weitzer: "Das verhältnismäßig einfache Beobachten der schlagenden Herzmuskelzellen erlaubt es uns, jene Prozesse zu analysieren, die einen Einfluss auf deren Entstehung haben. So stellten wir fest, dass embryoid bodies', die mit SPARC behandelt wurden, sich wesentlich rascher zu schlagenden Herzmuskelzellen entwickelten als jene, die kein zusätzliches SPARC erhielten." Und auch ein wichtiges Kontrollexperiment konnte das Team um Prof. Weitzer mit den "embryoid bodies" durchführen. Dazu wurden diese mit SPARC, aber gleichzeitig auch mit Antikörpern gegen SPARC behandelt. Diese Proteine inaktivierten das Protein SPARC durch ihre sehr spezifische Bindung und blockierten damit großteils die Herzmuskelzellenentwicklung. Das elegante Versuchssystem der "embryoid bodies" hat es Prof. Weitzer ermöglicht, bereits ein weiteres Protein zu identifizieren, das ebenfalls große Bedeutung bei der Entwicklung der Herzmuskelzellen hat. Diese Ergebnisse befinden sich aktuell im Peer Review Process und werden im Jahr 2006 veröffentlicht werden. Die Ergebnisse dieses FWF-Projekts tragen dazu bei, dass in Zukunft Herzmuskelzellen zur Stärkung erkrankter und geschwächter Patientenherzen zur Verfügung stehen könnten. Damit könnten riskante und teure Transplantationen und der Einsatz von Kunstherzen auf weniger und besonders kritische Fälle reduziert werden. Wissenschaftlicher Kontakt Der Wissenschaftsfonds FWF
|
|
|||||||||||
|
|
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Haus der Forschung, Sensengasse 1, A-1090 Wien T +43-1-505 67 40 F +43-1-505 67 39 office@fwf.ac.at - www.fwf.ac.at |
|