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Presseaussendung
Forschungsmilliarde für Spitzenforschung
Forschungsförderung in neuer Dimension als große Chance für
Wissensstandort Österreich. Bereits 2005/2006 sollen 125 Mio. Euro
zusätzlich investiert werden. Die Förderung der Grundlagenforschung
kann direkt neue Arbeitsplätze mit Zukunft schaffen.
"Was sich hier ankündigt, könnte tatsächlich zum
großen Wurf werden, um Österreichs Forschungsszene nach vorne
zu katapultieren", so kommentiert Univ. Prof. Dr. Georg Wick, Präsident
des FWF, das Ergebnis des gestern Nachmittag stattgefundenen "Reformdialogs
für Wachstum und Beschäftigung". "Bedauerlich sei
allerdings", so Wick weiter, "dass es noch keinen umfassenden
nationalen Konsens in dieser so zentralen Frage gibt." Die Pläne
der Forschungsmilliarde seien die beste Antwort, die Österreich auf
die zukünftigen Herausforderungen geben könne, befand Georg
Wick. Erst wenn die Notwendigkeit allgemein anerkannt ist, dass in Österreich
wesentlich mehr als bisher getan werden muss, um das kreative Potenzial
diese Landes zu fördern, kann man zufrieden sein.
Investitionen in die Grundlagenforschung mit positivem Beschäftigungseffekt
Die Förderung der Grundlagenforschung in möglichst flexiblen
Strukturen, wie sie der FWF in bewährter und anerkannter Weise durchführt,
kann zweifelsohne positive Beschäftigungseffekte entfalten. Der FWF
fördert zeitlich befristet Projekte, in denen junge WissenschafterInnen
(derzeit über 2.000 Personen) unter Führung anerkannter ForscherInnen
in zwei bis drei Jahren neue Ergebnisse in allen wissenschaftlich relevanten
Gebieten erarbeiten. Daraus ergeben sich vielfach Impulse für die
angewandte Forschung, die letztendlich in verbesserter Wertschöpfung
und erhöhter Beschäftigung münden. FWF-Fördermittel
fließen in die Bildung und Ausbildung junger Menschen durch Forschung.
Die Förderung junger WissenschafterInnen sind Zukunftsinvestitionen,
denn gleichgültig, ob sie in der Forschung bleiben (wollen) oder
in andere Bereiche, insbesondere in die Wirtschaft wechseln: Sie bringen
Wissen mit, sie bringen Wissen ein und tragen nachhaltig dazu bei, dass
Innovation ermöglicht wird.
35 Mio. Euro mehr für den FWF sind 700 WissenschafterInnen mehr für
Österreich
Ausgehend von der im Jahr 2004 erreichten Förderstruktur des Wissenschaftsfonds
lässt sich bei zusätzlichen Mitteln in der Höhe von 35
Mio. € davon ausgehen, dass zusätzlich 700 Posten für höchst
qualifizierte ForscherInnen geschaffen werden können. Diese Zahl
ergibt sich aus den Personalkostensätzen, die der FWF anwendet und
der Personalstruktur in FWF-Projekten. Bei einer sehr geringen Förderungsrate
von 28,5 % bei Einzelprojekten - gemessen an den Antragssummen - musste
der FWF derzeit eine große Anzahl sehr gut beurteilter Projektideen
ablehnen. Diese Projektideen könnten mit den zusätzlichen Mitteln
nun endlich realisiert werden.
Nachwuchsförderung als Basis für Exzellenz
In Teilbereichen der Grundlagenforschung befindet sich Österreich
nachweislich in der Weltspitze. Beispielsweise kamen weltweit 2 von 10
"Physikalischen Highlights des Jahres 2004" aus Österreich.
Dem FWF ist es ein zentrales Anliegen, die Basis für Spitzenleistung
insbesondere durch Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu
verbreitern. Nur aus einer fundierten "Nachwuchsarbeit" - durchaus
vergleichbar mit dem Sport - lassen sich die Spitzenleistungen von morgen
vorbereiten. Neben dem Ausbau der Frauenförderung soll dem Nachwuchs
im Jahr 2005 besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das wäre
mit den zusätzlichen Mitteln besonders gut realisierbar.
Rückfragen:
Mag. Stefan Bernhardt, MBA
Wien, 2. Mai 2005
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