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Presseaussendung Blühendes Kulturerbe Österreichs aus fünf Jahrhunderten dokumentiert Über 1.700 österreichische Park- und Gartenanlagen aus fünf Jahrhunderten sind in 20-jähriger Tätigkeit dokumentiert und veröffentlicht worden. Mit der Herausgabe des letzten Bandes kommt nun ein umfassendes Projekt zur Bestandsaufnahme der historischen Gärten Österreichs zum Abschluss. Mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF gelang es dem Institut für Landschaftsplanung und Gartenkunst der TU-Wien, so fundierte Grundlagen für weitere wissenschaftliche Arbeiten zu schaffen, aber auch die Herzen der österreichischen GartenliebhaberInnen zu erfreuen. Garten- und Parkanlagen dienten über Jahrhunderte hinweg als Orte der Erholung und der künstlerischen Gestaltung. Im Verhältnis zu diesen wichtigen Bedeutungen wurden sie in der wissenschaftlichen Literatur bisher jedoch wenig beachtet. Für Österreich wurde dieses wissenschaftliche Defizit nun behoben: Eine dreibändige Publikation bietet erstmals einen umfassenden Überblick über die historischen Gärten im Land. Dafür wurden zahlreiche Garten- und Parkanlagen Österreichs inventarisiert und samt den zugehörigen Gebäuden detailliert beschrieben. Weiters wurden die Grünanlagen chronologisch aufgrund ihrer Erstanlage eingeordnet und ihr gegenwärtiges und einstiges Erscheinungsbild verglichen. Graduelle Veränderungen im Laufe der Zeit wurden so gleich mitdokumentiert. Gärten ganz geordnet Die Projektleiterin und Autorin des Buches, Frau Prof. Eva Berger vom Institut für Landschaftsplanung und Gartenkunst der Technischen Universität Wien, dazu: "Wir haben vor allem Gärten und Parks von kirchlichen Wohnbauten, also zum Beispiel Klöster, und von weltlichen Bauten wie Burgen oder Stadtpaläste in ihrer Vielfalt dargestellt. Aber auch Grünanlagen aus verschieden Bereichen wie der Verwaltung oder dem Gastgewerbe und öffentliche Parkanlagen wurden aufgenommen. So schaffen die Bände einen fundierten und manchmal sogar überraschenden Eindruck über die Gartenbautätigkeit Österreichs." Ein schönes Beispiel dafür, wie auch neue und überraschende Information zu Tage kam, liefern die als Paradebeispiel aristokratischer Gartengestaltung geltenden Palaisgärten des Unteren und Oberen Belvederes in Wien. Diese vor allem der künstlerischen Gestaltung dienenden Ziergärten wurden nämlich - so erfährt man im 3. Band - bis ins Jahr 1793 durch Anlagen ergänzt, die den kulinarischen Genuss der Aristokratie befriedigten: Küchengärten. Ein Dickicht an Information Mit der vom FWF geförderten Veröffentlichung der drei Bände sind die Ergebnisse dieser österreichweit erstmaligen Dokumentation eine fundierte Grundlage für die weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit den Zeugnissen der österreichischen Gartenkultur und Gartenkunst. Die Bücher werden zukünftig aber auch als wichtige Informationsquelle für Maßnahmen zur Sicherung und Erhaltung dieses blühenden kulturellen Erbes dienen - und der interessierten Öffentlichkeit den reichen Bestand an historischen Garten- und Parkanlagen in Österreich vermitteln. Publikation Wissenschaftlicher Kontakt Der Wissenschaftsfonds FWF Wien, 23. Mai 2005 |
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Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Haus der Forschung, Sensengasse 1, A-1090 Wien T +43-1-505 67 40 F +43-1-505 67 39 office@fwf.ac.at - www.fwf.ac.at |
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