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Presseaussendung Holz: Vereinfachte Methode zeigt komplexe Struktur Mechanisch gewonnene Holzfasern unterscheiden sich von chemisch isolierten in einer Reihe fundamentaler Eigenschaften. Dies ist das jüngste Ergebnis eines vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützten Projekts der Universität für Bodenkultur, Wien. Die Arbeit liefert wichtige Erkenntnisse über die strukturellen Veränderungen in Holzfasern bei Nässe und Dehnung. Die vorliegenden Ergebnisse sind sowohl für die Strukturanalyse von Holz als auch für die Erforschung innovativer Einsatzmöglichkeiten dieses klassischen Werkstoffes wichtig. Holz ist eines der häufigsten und vielseitigsten Materialien der belebten Natur. Harmonisch vereint es hohe Festigkeit mit Flexibilität. Wie diese scheinbar widersprüchlichen Eigenschaften vereint werden, damit befasst sich die Holzforschung. Für die Analyse zahlreicher Eigenschaften wurden bisher einzelne Holzfasern mittels chemischer Verfahren aus dem Holz gelöst - obwohl man schon seit langem vermutete, dass dadurch Veränderungen am Holz verursacht werden, die in der Folge die wissenschaftlichen Ergebnisse in Frage stellen. WissenschafterInnen an der Universität für Bodenkultur in Wien entwickelten daher eine alternative Isolationsmethode für Holzfasern. In einem mechanischen Verfahren werden sie mit kleinen Pinzetten aus dem Holz herausgeschält. "Damit ist es uns gelungen, Holzfasern zu isolieren, deren Zellwände nicht durch chemische Substanzen verändert oder zerstört sind", erläutert Prof. Stefanie Stanzl-Tschegg vom Institut für Physik und Materialwissenschaften den Vorteil der Methode. "Vergleichen wir nun diese Holzfasern mit jenen, die traditionell chemisch isoliert wurden, dann können wir nicht nur die Schwächen der einzelnen Methoden besser verstehen, sondern auch sehr viel Neues über Struktur und Eigenschaften von Holz erfahren." Nass & Trocken Zug & Druck Gerade das Entdecken solcher bisher unbekannter Eigenschaften des traditionell bewährten Naturstoffes Holz, erlaubt seinen gezielten und sicheren Einsatz für immer neue Anwendungen. Damit trägt dieses vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützte Materialforschungs-Projekt auch zur Zukunftssicherung eines bedeutenden Wirtschaftszweiges im waldreichen Österreich bei. Wissenschaftlicher Kontakt Der Wissenschaftsfonds FWF
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