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Presseaussendung Langsame Elektronen "killen" Ozon - herausragende neue Erkenntnisse in der IonenphysikInnsbruck/Wien (FWF) - Tilmann Märk vom Institut für Ionenphysik der Universität Innsbruck und sein Team haben, unterstützt vom FWF, einzigartige Methoden und Geräte entwickelt, um die Wechselwirkung von Elektronen mit Atomen, Molekülen und Clustern untersuchen zu können. Und das mit Erfolg - sie entdeckten u.a. einen neuen Vernichtungsprozess für Ozon bzw. haben die lange international erforschte Bindungsenergie des Fußballmoleküls C60 nun eindeutig geklärt. Die Zerstörung des Ozon in der Erdatmosphäre hat vielerlei
einzelne Ursachen. Längstens nicht alle sind bekannt. Tilmann Märk
und sein Team sind in Zusammenarbeit mit dem University College of London
einem Phänomen auf die Spur gekommen, das bislang als unmöglich
erachtet wurde, im Grunde aber einen weiteren Vernichtungsprozess für
Ozon darstellt. "Wir haben bewiesen, was man früher nicht glaubte: Langsame, thermische Elektronen lagern sich an Ozon an, und zwar mit sehr großer Häufigkeit und mit dem für die Atmosphäre negativen Effekt, dass dabei das Ozon zerstört wird", erklärt Märk. Da in der Ionosphäre sehr viele dieser langsamen Elektronen vorhanden sind, ist klar, dass die zahlreichen Ozonmodelle vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse gesehen neu gerechnet, Simulationen neu erarbeitet werden müssen. Bindungsenergie des Fußballmoleküls Es ist gelungen, ein C2Kohlenstoff-Molekül aus dem C60 Ion herauszubrechen und damit das Maß für die Stabilität, die genaue Bindungsenergie, festzustellen. Das verblüffende Ergebnis: Die Bindungsenergie, um ein C2 herauszubrechen, ist mit 10 Elektronenvolt wesentlich größer als die Ionisierungsenergie mit ca. 7.6. eV - das unterscheidet C60 wesentlich von anderen Molekülen.
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