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Rainer Bauböck erhält den Europäischen Latsis-Preis 2006 Eine beispielhafte Schrödinger-Karriere erlebt ihre Fortsetzung in der Toskana: Rainer Bauböck, Politikwissenschafter in Wien und "FWF-Langzeit-Kunde", wechselt von der ÖAW mit dem Latsis-Preis im Gepäck an das hoch angesehene European University Institute (EUI) in Florenz. Wie die European Science Foundation (ESF) vor kurzem meldete, wurde der international hoch angesehne Latsis-Preis 2006 dem Wiener Politikwissenschafter Rainer Bauböck zuerkannt. Die ESF, mit der Abwicklung des Latsis-Preis der gleichnamigen Stiftung mit Sitz in Genf betraut, hatte die diesjährige Vergabe dem Feld "Immigration and Social Cohesion in Modern Societies" gewidmet, ein Thema, dem die politikwissenschaftliche Forschungsarbeit von Rainer Bauböck am Institut für Europäische Integrationsforschung der ÖAW seit vielen Jahren gewidmet ist. Bauböck, so die ESF, sei ein würdiger Preisträger, der für seine international anerkannte Arbeit im Bereich der Migrationsforschung auszuzeichnen sei. Der Europäische Latsis-Preis ist mit 100.000 Schweizer Franken (gegenwärtig rund 63.000 Euro) dotiert und wird durch die ESF im Auftrag der den Preis finanzierenden Latsis-Stiftung an Einzelpersonen oder Gruppen vergeben. Ausschlaggebend für die Zuerkennung des Preises ist die Meinung der jeweils relevanten wissenschaftlichen FachkolegInnen. Jene Person oder Gruppe soll den Europäischen Latsis-Preis erhalten, die den größten Beitrag in einem bestimmten Feld europäischer Forschung geleistet hat. Für das Forschungsthema "Immigration and Social Cohesion in Modern Societies" ist dies Rainer Bauböck. Der Europäische Latsis-Preis wird Rainer Bauböck im Rahmen der General Assembly der ESF am 30. November 2006 in Strassburg überreicht werden. Für Rainer Bauböck ist der Europäische Latsis-Preis die bislang höchste internationale Auszeichnung für seine wissenschaftliche Arbeit und wird seiner Einschätzung nach dazu beitragen, das politisch hoch aktuelle Thema der Migration auch als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung innerhalb der (internationalen) Scientific Community maßgeblich zu stärken. Rainer Bauböck, derzeit noch Senior Researcher am Institut für europäische Integrationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, fokussierte seine wissenschaftliche Arbeit relativ früh auf jene Themenbereiche und Fragestellungen, die ihm nun den Europäischen Latsis-Preis als Anerkennung für seine bisher geleistete Arbeit einbrachte. Bereits der erfolgreiche Antrag für ein Schrödinger-Stipendium des FWF - das er 1990 erhielt und das ihn an das Centre for Research in Ethnic Relations der University of Warwick, UK führte - hatte Migrationsthemen und die Frage nach europäischen Identitäten zum Gegenstand. Der Projekt-Titel: "Ausländerpolitik und ethnische Grenzziehung". Während dieser forschungsintensiven Zeit konnte Rainer Bauböck seine erste englischsprachige Monographie "Immigration and the Boundaries of Citizenship" vorlegen. Er verfasset einen in der internationalen Scientific Community stark wahrgenommenen Artikel mit dem Titel "Migration and Citizenship", in dem er bereits jene Grundgedanken ausführte, die im darauf folgenden Buch "Transnational Citizenship. Membership and Rights in International Migration" (erschienen bei Edward Elgar, 1994) vertieft wurden. Er leistete wichtige Beiträge in Forschung und Lehre zu den Themen
Immigration und Soziale Kohäsion und seine wissenschaftliche Forschung
untersucht, wie Migration die Konzepte und Grenzen demokratischer Staatszugehörigkeit
verändert und herausfordert. Relevante Links Rückfragen Wien, 28. November 2006
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