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Presseaussendung

Jahrespressekonferenz des FWF "Ein Jahr der neuen Rekorde"

Mit 150,9 Mio. EUR kann der FWF ein neues Rekordbewilligungsvolumen aufweisen. Mit den im März 2006 zusätzlich gewährten 30 Mio. EUR wurde ein durchwegs ermutigendes Förderjahr möglich. Mit einer Bewilligungsrate für Einzelprojekten von 35,1 % stimmt das Signal für die Scientific Community: mehr ausgezeichnete Grundlagenforschung steht auf dem Programm.

Bei der heutigen Jahrespressekonferenz des Wissenschaftsfonds FWF zog Präsident Christoph Kratky Bilanz über das Jahr 2006 und gab einen Ausblick auf die wichtigsten Vorhaben des FWF im laufenden Jahr.

Ein Sprung nach vorne
Mehr Geld für den FWF heißt mehr Geld für ausgezeichnete Forschung. Die Bewilligungssumme im autonomen Bereich übertraf - dank zusätzlicher Mittel in der Höhe von 30 Mio. EUR - jene des Jahres 2005 um 28,7 Mio. EUR und stieg damit auf einen neuen, erfreulichen Höchststand von 136,5 Mio. EUR. Der beauftragte Bereich blieb annähernd konstant und konnte rund 14,4 Mio. EUR zum neuen Rekordwert beitragen. Bei den Einzelprojekten stieg die Bewilligungsrate auf 35,1 %, ein motivierender Schritt auf die eigentlich anzustrebende Zielmarke von etwa 40 %. Damit zeigt der wichtigste Indikator für das Ausmaß der Wettbewerbsintensität: die Chancen auf eine FWF-Förderung stehen für alle ausgezeichnet beurteilten Projekte gut.

Die 30 Mio. EUR ermöglichten neben dem soliden Ausbau der Einzelprojektförderung eine substanzielle Ausweitung des Bewilligungsvolumens für die so genannten Schwerpunkt-Programme. Insgesamt flossen mehr als 39 Mio. EUR in diesen Bereich, wobei insbesondere die Anzahl der FWF-Doktoratskollegs von bisher sieben auf 13 annähernd verdoppelt werden konnte. Der FWF setzte somit konsequent die Empfehlungen des Rates für Forschung und Technologieentwicklung für die weitere Entwicklung des Kerngeschäfts des Wissenschaftsfonds um.

"Der FWF hatte 2006 sein bislang erfolgreichstes Geschäftsjahr. Der Kurs stimmt und die Signale an die Scientific Community stimmen!", so Christoph Kratky.

Die wichtigsten Vorhaben für das Jahr 2007
Neben der Stärkung und dem weiteren Ausbau des Kerngeschäfts hat der FWF eine Reihe ambitionierter Vorhaben auf der Agenda für das Jahr 2007 stehen.

An erster Stelle ist die Einführung von so genannten Overhead-Zahlungen für FWF-Förderungen an die Forschungsstätten zu nennen. Sie stellen den wichtigsten strukturpolitischen, pekuniären Anreiz dar, dass sämtliche Trägerinstitutionen der wissenschaftlichen Forschung in Österreich konsequenter als bisher Forschungsqualität forcieren und jene Bereiche stärken, die international wettbewerbsfähige Forschungsleistung erbringen. Christoph Kratky: "Je schneller wir Overheads zusätzlich zu den Bewilligungen auszahlen können, desto besser. Sie machen allerdings nur dann Sinn, wenn sie in substanzieller Höhe und mit einer klaren Wachstumsperspektive kommen."

An zweiter Stelle der Vorhaben folgt der Ausbau professioneller Rahmenbedingungen für Doktoratstudierende in Österreich. "Wir sind der Überzeugung, dass der FWF mit seinen Doktoratskollegs das richtige Instrument entwickelt und im erfolgreichen Einsatz hat, um die Doktoratsausbildung an den österreichischen Universitäten auf Qualität auszurichten", führt Christoph Kratky aus. "Der weitere Ausbau des Doktoratskollegs-Programms ist daher eine Notwendigkeit für die Stärkung des Humankapitals dieses Landes", gibt sich der FWF-Präsident überzeugt.

An dritter Stelle ist der Programmstart der Exzellenzcluster zu nennen: die notwendige finanzielle Ausstattung für "eine handvoll" Exzellenzcluster vorausgesetzt, könnten die Einladung zur Einreichung erster Projektideen noch im Jahr 2007 erfolgen. Die Exzellenzcluster sind der Programmvorschlag des FWF für die Umsetzung der Exzellez-Strategie des RFTE; sie sollen großen, sich zu konstituierenden Forschungsverbünden die Möglichkeit bieten, unter international absolut konkurrenzfähigen Bedingungen Spitzengrundlagenforschung zu betreiben.

Förderer aller Wissenschaften
Der FWF ist der Förderung aller Wissenschaftsdisziplinen verpflichtet. Der konsequent angewandte "Bottom-up-Ansatz" stellt sicher, dass sich alle Wissenschaftsdisziplinen in gleicher Art und Weise vom Förderangebot des FWF angesprochen fühlen. So überrascht es nicht, dass sich die Zusammensetzung der geförderten Wissenschaftsdisziplinen in einer Ex-post-Betrachtung als stabil erweist. Gegenüber den Vorjahren gab es im Jahr 2006 keine nennenswerten Anteilsverschiebungen.

Nachwuchsförderung als Basis für Exzellenz
In Teilbereichen der Grundlagenforschung befindet sich Österreich nachweislich in der Weltspitze. Dem FWF ist es ein zentrales Anliegen, die Basis für Spitzenleistung insbesondere durch Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu verbreitern. Nur aus einer fundierten "Nachwuchsarbeit" - durchaus vergleichbar mit dem Leistungssport - lassen sich die Spitzenleistungen von morgen vorbereiten. Der FWF finanziert die Gehälter von rund 2.250 wissenschaftlich tätigen Menschen. Der Löwenanteil entfällt auf die Altersgruppe der 25 bis 29-Jährigen.

Wien, 8. März 2007

Rückfragen
Mag. Stefan Bernhardt

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"Der FWF hatte 2006 sein bislang erfolgreichstes Geschäftsjahr. Der Kurs stimmt und die Signale an die Scientific Community stimmen!", Christoph Kratky.

FWF Jahrespressekonferenz

> Geschäftsjahr 2006 (pdf)

> Zahlen & Fakten 2006

> Bilder von der Pressekonferenz

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