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Wittgenstein-Preis 2008 geht an den Physiker Markus Arndt Weitere acht Spitzen-NachwuchsforscherInnen in das prestigeträchtige START-Programm aufgenommen. Wissenschaftsminister Johannes Hahn gab heute im Rahmen einer Pressekonferenz die diesjährigen Wittgenstein- und START-PreisträgerInnen bekannt. Insgesamt werden in den kommenden fünf bzw. sechs Jahren den neun ForscherInnen rund 10,5 Mio. EUR für ihre Arbeiten zur Verfügung stehen. Zum bereits 13. Mal wurden die START- und Wittgenstein-Preise heuer vergeben und der Kreis der im Rahmen dieser Programme ausgezeichneten WissenschafterInnen wurde um neun Personen erweitert. Der diesjährige Wittgenstein-Preisträger ist Markus Arndt. Markus Arndt ist seit 2004 Professor für Quantennanophysik und nach Ferenc Krausz erst der zweite Wissenschafter, dem das Kunststück gelungen ist, nach der Aufnahme in das START-Programm (2001) auch den begehrten Wittgenstein-Preis zugesprochen zu erhalten. Markus Arndt, geboren in Deutschland, arbeitet seit 1997 in Österreich (zunächst in Innsbruck, seit 1999 in Wien), habilitierte sich im Jahr 2002 an der Universität Wien und erhielt im Jahr 2004 eine Professur für Quantennanophysik an der Universität Wien. Die wichtigsten Stationen außerhalb Österreichs führten ihn an das Max-Planck-Institut für Quantenoptik in München (PhD und Postdoc) und an die die Ecole Normale Supérieure, Paris. Markus Arndt, Jahrgang 1965, zählt zu den jüngsten Preisträgern seit Bestehen des Programms. Die Auszeichnung soll helfen, ein Forschungsprogramm auf den Weg zu bringen,
um Quantenforschung auf einer neuen Komplexitätsebene zu heben. Ein
Schwerpunkt dabei ist die "Materiewellenphysik von Nanomaterialien".
Quanteninterferenzexperimente mit massiven Molekülen und Clustern,
die in Wien weltweit erstmals erfolgreich waren, sollen nun einen großen
Schritt nach vorne gebracht werden. Mit der Quanteninterferenz supermassiver
kalter Metallcluster soll der Frage nachgegangen werden, ob man Indizien
dafür findet, dass die Quantenphysik bei großen Teilchenmassen
modifiziert werden muss. Der Wittgenstein-Preis ist Österreichs höchstdotierter und
prestigeträchtigster Wissenschaftspreis, der im Auftrag des Bundesministeriums
für Wissenschaft und Forschung jährlich seit 1996 durch den
FWF vergeben wird. Der Preisträgerin / dem Preisträger stehen
für ihre / seine weitere wissenschaftliche Arbeit bis zu 1,5 Mio.
EUR für die Dauer von fünf Jahren zur Verfügung. Der Wittgenstein-Preis
ist ein so genannter "Dry prize", das heißt, die Gelder
stehen ausschließlich für die intendierte Forschung und hier
insbesondere für junge WissenschafterInnen, die im Wittgenstein-Projekt
mitarbeiten, zur Verfügung. Der Entscheidungsvorschlag - basierend auf Fachgutachten ausländischer ExpertInnen - wurde von der Internationalen START- und Wittgenstein-Jury zusammengestellt. Die Jury setzt sich aus renommierten WissenschafterInnen aus dem Ausland zusammen, um eine bestmögliche Objektivierung der Entscheidung sicherzustellen. Die Jury tagte Ende letzter Woche unter der Vorsitzführung von Sheila Jasanoff, Professorin an der Kennedy School of Government, Harvard University. Neben dem Wittgenstein-Preis wurden acht Spitzen-NachwuchsforscherInnen aus 46 Bewerbungen in das START-Programm aufgenommen. Die START-Auszeichnung ist die höchstdotierte und anerkannteste Förderung für NachwuchsforscherInnen, die aufgrund ihrer bisher geleisteten wissenschaftlichen Arbeit die Chance erhalten sollen, in den nächsten sechs Jahren finanziell weitgehend abgesichert, ihre Forschungsarbeiten zu planen und eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Nach drei Jahren haben sie sich einer Zwischen-evaluierung zu stellen. Die START-Preise sind mit jeweils bis zu 1,2 Mio. EUR dotiert. Die neu in das START-Programm aufgenommenen WissenschafterInnen - in alphabetischer Reihenfolge - sind: Markus Aspelmeyer Tom J. Battin Massimo Fornasier Daniel Grumiller Alexander Kendl Karel Riha Kristin Tessmar-Raible Christina Waldsich Sowohl das START-Programm als auch der Wittgenstein-Preis sind für alle wissenschaftlichen Disziplinen offen. Die Gelder dürfen ausschließlich für Forschungsarbeiten in Österreich verwendet werden. Die Programme werden vom FWF im Auftrag des Wissenschaftsministeriums (BMWF) durchgeführt. Rückfragen Wien, am 10. November 2008
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Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Haus der Forschung, Sensengasse 1, A-1090 Wien T +43-1-505 67 40 F +43-1-505 67 39 office@fwf.ac.at - www.fwf.ac.at |
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