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Mehr als 14,5 Mio. € für zwei neue Spezialforschungsbereiche und zwei neue Nationale Forschungsnetzwerke Rund 14,7 Mio. € wurden in der 20. Kuratoriumssitzung des FWF für zwei neue Spezialforschungsbereiche (SFBs) und zwei neue Nationalen Forschungsnetzwerke (NFNs) bereitgestellt. Dazu kommen 5,2 Mio. € für die Verlängerung von zwei bereits erfolgreich laufenden Schwerpunkt-Programmen. Letzte Woche entschied das Kuratorium des FWF in der November-Vergabesitzung, vier neue Schwerpunkt-Programme zu bewilligen. Die erfolgreichen Anträge stammen aus so unterschiedlichen Gebieten wie der Altertumsforschung, den Politikwissenschaften, der Gentechnik und der Quantenphysik. Diese Entscheidung ist das Ergebnis eines hochselektiven Qualitätsüberprüfungs- und Auswahlprozesses. Nur jedes vierte Großforschungsprojekt konnte bewilligt werden. Die Forderungen nach höchster Qualität, nach Schwerpunkt- und Netzwerkbildung, nach Interdisziplinarität sowie der Nutzung von Synergien und Konzentration von Ressourcen in der wissenschaftlichen Forschung sind "Dauerbrenner" der Forschungspolitik. Die bewilligten Spezialforschungsbereiche bzw. Nationalen Forschungsnetzwerken tragen diesen Ansprüchen Rechnung. Die beiden Programme - SFBs und NFNs - sind unverzichtbare Bestandteile des Förderungs-Portfolios des Wissenschaftsfonds. Für die nächste Entscheidungsrunde zeichnet sich ein neuer Rekordantragseingang ab. Unter SFBs sind Zentren der Spitzenforschung zu verstehen, die nach internationalem Maßstab außerordentlich leistungsfähige, eng vernetzte Forschungsvorhaben an einem Standort verfolgen und die die interdisziplinäre, langfristig angelegte Bearbeitung aufwendiger Forschungsthemen zum Gegenstand haben. Die Kerngruppe der antragstellenden WissenschafterInnen muss ausreichend groß und qualifiziert sein, um im wissenschaftlichen Profil der beteiligten Forschungsstätte/n einen Schwerpunkt von internationalem Rang bilden und tragen zu können. Folgende zwei SFBs wurden neu bewilligt:
Unter NFNs sind Forschungsvorhaben zu verstehen, die die Förderung
der Schwerpunktbildungen in der wissenschaftlichen Forschung, in der Regel
durch den Aufbau von landesweiten Forschungsnetzwerken zur fächerübergreifenden,
arbeitsteiligen und mittelfristig angelegten Bearbeitung größerer
Forschungsvorhaben zum Gegenstand haben. NFNs sollen österreichweit
wissenschaftliche Aktivitäten zu einer Thematik, gegebenenfalls auch
lokal begrenzt, bündeln und sich durch die Entstehung eines Mehrwertes
durch den Zusammenschluss zu einem NFN gegenüber der Summe der Einzelinitiativen
auszeichnen.
Mit den neu bewilligten Mitteln in der Höhe von 14,7 Mio. € können projektbezogen rund 100 Arbeitsplätze pro Jahr für höchst qualifizierte, wissenschaftlich tätige, größtenteils junge Personen geschaffen werden. Diese ForscherInnen stehen - angeleitet von den so genannten principle investigators' - für erstklassige Grundlagenforschung in Österreich und tragen mit ihrer Arbeit dazu bei, das Wissen und die Erkenntnisse in den gewählten Arbeitsgebieten auszubauen und zu vertiefen. Der FWF unterstützt mit seiner Förderungstätigkeit maßgeblich die qualitative und quantitative Ausweitung des österreichischen Forschungspotenzials. Dem Prinzip "Ausbildung durch Forschung" entsprechend wird das Humankapital des Landes mit den vorgenommenen Bewilligungen erweitert. Neben den vier oben angeführten Neubewilligungen wurden zwei Nationale Forschungsnetzwerke S96 ("Analytic Combinatories and Probabilistic Number Theory", Koordinator: Michael Drmota) und S97 ("Interface Controlled and Functionalised Organic Films", Koordinator: Helmut Sitter) um weitere vier Jahre verlängert. Diese Verlängerungen weisen eine Bewilligungssumme von 5,2 Mio. € auf. Insgesamt investiert der FWF etwas mehr als 20 % seines Fördervolumens in thematisch offen angelegte Schwerpunkt-Programme. Die anderen 80 % der Fördergelder, die zum größten Teil auf Basis von Einzelprojekten und Personenförderung an individuelle ForscherInnen vergeben werden, bilden eine unabdingbare Basis für die Entwicklung solcher Schwerpunktsetzungen, wie sie nun vom FWF bewilligt wurden. Nur wenn diese Basis entsprechend breit ist, können Großprojekte mit hohem wissenschaftlichen Anspruch entstehen. Selbst wenn die genannten Themen der neu bewilligten bzw. verlängerten SFBs und NFNs abstrakt anmuten: Hoch qualitative Forschung, auch Grundlagenforschung, ist zu keinem Zeitpunkt "abgehoben" von gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen. Oft - und das mag der Ursprung für negative Zuschreibungen sein - ist sie ihrer Zeit deutlich voraus. Link zu Kurzbeschreibungen der neu bewilligten SFBs und NFNs: Links zu den verlängerten Nationalen Forschungsnetzwerken: Rückfragen
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