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Presseaussendung

Erste PEEK-Projekte und acht neue Doktoratskollegs bewilligt

Die ersten sieben bewilligten Projekte des "Programms zur Entwicklung und Erschließung der Künste" (PEEK) und acht neue Doktoratskollegs stärken den Wissenschaftsstandort Österreich.

Zum Abschluss der ersten Ausschreibung des von Wissenschaftsminister Johannes Hahn initiierten Programms zur Entwicklung und Erschließung der Künste (PEEK) konnten sieben ausgezeichnete Projekte aus dem Bereich "Arts-based Research" auf Vorschlag des international zusammengesetzten, wissenschaftlichen Fachbeirats unter der Vorsitzführung von Dame Janet Ritterman bewilligt werden.

Ziel von PEEK ist die Förderung hochqualitativer Forschung, bei der die künstlerische Praxis eine zentrale Rolle spielt. Künstlerische ForscherInnen haben die Möglichkeit, innovative Projektideen im Rahmen einer FWF-Förderung umzusetzen. Der FWF hat auf Initiative des BMWF in seiner Funktion als bundesweit agierender Förderer exzellenter Wissenschaft mit PEEK - auch international gesehen - erfolgreich Neuland betreten. PEEK soll mittelfristig dazu beitragen, die Forschungskompetenz und die Qualität von Arts-based Research zu erhöhen sowie die internationale Bedeutung von ‚Austrian Arts-based Research' zu verbessern.

Der ersten Ausschreibung im Sommer 2009 ging eine intensive Phase der Programmentwicklung voraus. So wurde potenziellen AntragstellerInnen die Möglichkeit zur Interessensbekundung geboten. Mit rund 200 eingereichten Letters of Interest hat die an der Programmidee interessierte Community entscheidend dazu beigetragen, das Programm zu gestalten. In einem weiteren Schritt hat der FWF mit den Inputs aus der Community in enger Abstimmung mit dem internationalen PEEK-Fachbeirat das neue Förderungsprogramm konzipiert und die erste Ausschreibung gestartet.

Dem geplanten PEEK-Förderungsvolumen von 1,5 Mio. EUR standen schlussendlich 57 Anträge im Wert von rund 13,7 Mio. EUR gegenüber. Den Prinzipien des FWF folgend, wurden die Projekte, die mehrheitlich von Kunstuniversitäten stammten, international begutachtet. Im Anschluss an die internationale Begutachtung wurden auf Basis der eingeholten Fachgutachten sieben Förderungsempfehlungen an das FWF-Kuratorium weitergeleitet. In Rahmen der 26. Sitzung des Kuratoriums wurde einstimmig beschlossen, sich den Empfehlungen des Internationalen PEEK-Fachbeirates anzuschließen. Die Förderungssumme beträgt 1,8 Mio. EUR; es war also möglich, aufgrund der hervorragenden Qualität der Anträge, weitere Mittel für Arts-based Research einzusetzen. Eine Liste der "PEEK-Pionierprojekte" ist diesem Pressetext beigefügt. Die nächste PEEK-Ausschreibung ist für Frühling 2010 geplant.

Acht neue Doktoratskollegs vor dem Start
Ebenfalls in der 26. Sitzung des FWF-Kuratoriums wurde über die Anträge auf Einrichtung neuer Doktoratskollegs entschieden. Doktoratskollegs sind Ausbildungszentren für den hoch qualifizierten akademischen Nachwuchs aus der nationalen und internationalen Scientific Community. Sie sollen wissenschaftliche Schwerpunktbildungen an österreichischen Forschungsstätten unterstützen und die Kontinuität und den Impact derartiger Schwerpunkte fördern. Ein Doktoratskolleg ist eine Einheit, in der sich zwischen fünf und 20 hochkarätige WissenschafterInnen zusammenschließen, um - aufbauend auf einem mittelfristig angelegten und klar definierten (möglichst auch disziplinenübergreifenden) Forschungszusammenhang - in organisierter Form DoktorandInnen auszubilden.

Von den 18 eingereichten Konzeptanträgen konnten nach einem zweitstufigen, hochselektiven Auswahlverfahren acht Vollanträge bewilligt werden. Das Förderungsvolumen aller acht DKs beläuft sich in Summe auf 17,3 Mio. EUR und wird 176 DoktorandInnen die Möglichkeit eröffnen, ihre Dissertationen in einem qualitativ hochwertigen Umfeld als angestellte und adäquat bezahlte JungforscherInnen binnen vier Jahren anzustreben. Erfolgreich laufende DKs können maximal zweimal verlängert werden und haben dann eine Laufzeit von bis zu 12 Jahren. Eine Liste der acht neu bewilligten Doktoratskollegs des Wissenschaftsfonds ist diesem Pressetext beigefügt.

Darüber hinaus konnte das FWF-Kuratorium einen Spezialforschungsbereich (SFB) aus ursprünglich 7 eingereichten Schwerpunktanträgen mit einem Bewilligungsvolumen von rund 3,9 Mio. EUR genehmigen. Bei den zu entscheidenden Verlängerungen konnte ein laufendes Nationales Forschungsnetzwerk (NFN) sowie ein laufender Spezialforschungsbereich SFB bewilligt werden. Insgesamt wurden aus den Titeln Doktoratskollegs, NFNs und SFBs 25,9 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Diese Mittel stehen in den kommenden Jahren für ausgezeichnete Grundlagenforschung in Österreich bereit.

Wien, 9. Dezember 2009

Rückfragen
Univ.Prof. Dr. Christoph Kratky

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> PEEK 2009 (pdf)

> DK-plus 2009 (pdf)

> SFB 2009 (pdf)

> Bilder der Pressekonferenz

 

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