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Wittgenstein-Preis 2007 Wittgenstein-Preis 2007 an den Biochemiker Rudolf Zechner und an den Mathematiker Christian Krattenthaler - acht Spitzen-NachwuchsforscherInnen mit dem START-Preis ausgezeichnet Wittgenstein-Preis 2007 an den Biochemiker Rudolf Zechner und an den Mathematiker Christian Krattenthaler - acht Spitzen-NachwuchsforscherInnen mit dem START-Preis ausgezeichnet Wissenschaftsminister Johannes Hahn gab heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Presseclub Concordia die diesjährigen Wittgenstein- und START-PreisträgerInnen bekannt. Insgesamt werden in den kommenden fünf bzw. sechs Jahren den zehn ForscherInnen rund 11 Mio. EUR für ihre Arbeiten zur Verfügung stehen. Zum insgesamt 12. Mal wurden die START- und Wittgenstein-Preise heuer vergeben und der Kreis der im Rahmen dieser Programme ausgezeichneten WissenschafterInnen wurde um zehn Personen erweitert. Die diesjährigen Wittgenstein-Preisträger sind, Rudolf Zechner und Christian Krattenthaler. Rudolf Zechner ist seit dem Jahr 1998 Professor für Biochemie am Institut für Molekulare Biowissenschaften der Universität Graz. Christian Krattenthaler - Mathematiker und Konzertpianist (Diplom der Hochschule für Musik und darstellende Kunst) - wurde im Jahr 2005 zum Professor für Mathematik an die Universität Wien berufen. Rudolf Zechner kehrte nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt - unter anderem als Schrödinger-Stipendiat an der Rockefeller University, New York - im Jahr 1987 nach Österreich zurück und gestaltete zunächst als Universitätsassistent und später als Universitätsprofessor den Bereich der Medizinischen Biochemie an der Universität Graz maßgeblich mit. Seit dem Jahr 1998 ist Rudolf Zechner Universitätsprofessor für Molekulare Biowissenschaften an der Universität Graz. Durch die erfolgreiche Forschungsarbeit von Rudolf Zechner hat sich das Verständnis für die Mechanismen, die für die Fettspeicherung und Fettmobilisierung in Organismen verantwortlich sind, drastisch verändert. Seine Forschung gipfelte letztendlich in der Entdeckung jenes Stoffwechselenzyms, das die Umsatzrate des Fettabbaus begrenzt. Im Hinblick auf die aktuellen, schwerwiegenden Probleme wie Fettleibigkeit, Type II Diabetes und Fetterkrankungen, mit denen Wohlstandsgesellschaften zunehmend konfrontiert sind, ist diese Arbeit von höchster wissenschaftlicher und medizinischer Bedeutung. Christian Krattenthaler studierte Mathematik (Universität Wien) und Klavier (Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Wien), war als Konzertpianist erfolgreich und unterrichtete sowohl an der Universität Wien als auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst. Im Jahr 2002 wurde er an die Université Claude Bernard Lyon-I berufen und ist seit dem Jahr 2005 Professor für Mathematik an die Universität Wien. Christian Krattenthaler ist einer der herausragendsten Forscher in der Abzählkombinatorik und der Algebraischen Kombinatorik. Im Zentrum seiner Forschung steht die Lösung von Abzählproblemen. Hier hat er mit mehreren technisch extrem schwierigen Resultaten markante Spuren hinterlassen. Er hat jedoch seine kombinatorische Expertise ebenso angewendet, um bemerkenswerte Resultate in verwandten, und sogar in weiter weg liegenden Forschungsgebieten zu erzielen, wie etwa in der Darstellungstheorie der Klassischen Gruppen, im Schubertkalkül, in der Zahlentheorie, in Statistischer Mechanik, und sogar in der Quanteninformationstheorie. Der Wittgenstein-Preis ist Österreichs höchstdotierter und prestigeträchtigster Wissenschaftspreis, der im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung jährlich seit 1996 durch den FWF vergeben wird. Der Preisträgerin / dem Preisträger stehen für ihre / seine weitere wissenschaftliche Arbeit bis zu 1,5 Mio. EUR für die Dauer von fünf Jahren zur Verfügung. Der Wittgenstein-Preis ist ein so genannter "Dry prize", das heißt, die Gelder stehen ausschließlich für die intendierte Forschung und hier insbesondere für junge WissenschafterInnen, die im Wittgenstein-Projekt mitarbeiten, zur Verfügung. Der Entscheidungsvorschlag - basierend auf Fachgutachten ausländischer ExpertInnen - wurde von der Internationalen START- und Wittgenstein-Jury zusammengestellt. Die Jury setzt sich aus renommierten WissenschafterInnen aus dem Ausland zusammen, um eine bestmögliche Objektivierung der Entscheidung sicherzustellen. Die Jury tagte Ende letzter Woche unter der Vorsitzführung von Sheila Jasanoff, Professorin am renommierten Belfer Center der Kennedy School of Government, Harvard University. Neben dem Wittgenstein-Preis wurden erstmals acht Spitzen-NachwuchsforscherInnen aus 53 Bewerbungen in das START-Programm aufgenommen. Die START-Auszeichnung stellt die höchstdotierte und anerkannteste Förderung von NachwuchsforscherInnen dar, die aufgrund ihrer bisher geleisteten wissenschaftlichen Arbeit die Chance erhalten sollen, in den nächsten sechs Jahren finanziell weitgehend abgesichert, ihre Forschungsarbeiten zu planen und eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Nach drei Jahren haben sie sich einer Zwischenevaluierung zu stellen. Die START-Preise sind jeweils mit bis zu 1,2 Mio. EUR dotiert. Die diesjährigen START-PreisträgerInnen - in alphabetischer Reihenfolge - sind: Kathrin Breuker Thomas Bugnyar Otfried Gühne Bernhard Lamel Thomas Lörting Paul Mayrhofer Sigrid Wadauer Thomas Wallnig Sowohl das START-Programm als auch der Wittgenstein-Preis sind für alle wissenschaftlichen Disziplinen offen. Die Gelder dürfen ausschließlich für Forschungsarbeiten in Österreich verwendet werden. Die Programme werden vom FWF im Auftrag des Wissenschaftsministeriums (BMWF) durchgeführt. Rückfragen
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Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Haus der Forschung, Sensengasse 1, A-1090 Wien T +43-1-505 67 40 F +43-1-505 67 39 office@fwf.ac.at - www.fwf.ac.at |
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