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I'm from Austria ... und aus Europa - Multiple Identität im Global Village Die Liebe zur Nation schließt die Liebe zum Kontinent nicht aus, sondern beide gehen sogar meist Hand in Hand. Das zeigt eine im Umfang weltweit einzigartige Studie zum Thema Nationale Identität, aus der neue Ergebnisse anlässlich der Feier zum 25. Jubiläum des International Social Survey Programme (ISSP) in Wien präsentiert wurden. Die in Österreich vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützte Studie gibt interessante Einblicke, inwieweit sich BürgerInnen mit verschiedenen politisch-geografischen Einheiten identifizieren und räumt ein, dass die EuropäerInnen sich von anderen KontinentbewohnerInnen etwas unterscheiden. Wer Nationalstolz in höchster Form erleben will, sollte ein internationales Sportevent besuchen. Nirgends sonst können das damit verbundene Glück und die Verzweiflung so intensiv und hautnah gefühlt werden. Denn sportliche Leistungen eines Landes tragen sehr stark zum Nationalstolz und zur Identifikation mit seinem Land bei. Doch wie stark oder schwach ist eigentlich die Identifikation mit dem Staat und gegenüber anderen politisch-geografischen Einheiten? Diese Frage beantwortet eine in 35 Ländern durchgeführte Studie des International Social Survey Programme (ISSP) - ein Programm zur länderübergreifenden Untersuchung wichtiger sozialwissenschaftlicher Themen - anlässlich seiner 25-Jahr-Feier. Die Antwort fällt zunächst sehr eindeutig aus: 48 % der Befragten fühlen sich "sehr stark" (und weitere 40 % "stark") mit dem eigenen Land verbunden. Eine "starke" Verbundenheit empfinden die BürgerInnen aber auch zum Heimatort bzw. zur Heimatregion mit 38 % bzw. 32 %. Am schwächsten ausgeprägt ist mit 19 % eine sehr starke Identifizierung mit der größten genannten politisch-geografischen Einheit: dem Kontinent, also mit Afrika, Amerika, Asien, Australien oder Europa (weitere 34 % fühlen sich dem Kontinent "verbunden"). Dies widerlegt zum einen die Hypothese vom "Sterben" bzw. von einem Bedeutungsrückgang des Nationalstaates. Zum anderen zeigt die Studie aber auch, dass eine starke Identifizierung mit dem Nationalstaat nicht gleichzeitig eine geringere Identifikation mit dem Kontinent bedingt, auf dem man lebt. Sie sind vielmehr miteinander vereinbar, wie sich in Europa zeigt. Entweder - Oder? Der Trend einer Korrelation der Identifikation mit den politisch-geografischen Einheiten und damit einer vergleichsweise stärkeren Identifikation mit dem eigenen Kontinent zeigt sich in Europa in 17 von insgesamt 21 untersuchten Ländern. Einen Rekordwert erreichen dabei die Ungarn, wo sich 65 % sehr stark mit Europa verbunden fühlen; bezeichnenderweise ist auch die Verbundenheit mit dem eigenen Land bei den Ungarn in ganz Europa am höchsten. Eine im Vergleich zum Durchschnitt etwas stärkere Identifikation mit dem eigenen Kontinent empfinden auch die Amerikaner, während die Asiaten beispielsweise eine eher distanzierte Haltung einnehmen, was verständlich ist, da es dort auch sehr unterschiedliche Kulturen gibt. 4 x Echter Nationalstolz Wissenschaftlicher Kontakt Der Wissenschaftsfonds FWF
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