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Kündigung klaut Kinderwunsch: Jobverlust beeinflusst Familienplanung negativ Gut ausgebildete Frauen tendieren nach einer Kündigung dazu, ihren Kinderwunsch nicht zu realisieren. Zu diesem klaren Ergebnis kommt eine groß angelegte und vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützte Studie an der Universität Linz. Dieser zufolge beeinflussen Überlegungen zur Karriereentwicklung nach einer Kündigung Frauen nachhaltig in ihrer Lebensplanung. Darüber hinaus weist die Studie auf weitere sozio-ökonomische Zusammenhänge hin, die mitunter langfristig die Geburtenzahlen beeinflussen. Dass Kündigungen einen Einfluss auf das Einkommen der Betroffenen haben können, ist naheliegend, dass sie mitunter eine ganze Lebensplanung ins Wanken bringen, schon weniger. Prof. Rudolf Winter-Ebmer vom Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Linz zeigt gemeinsam mit seinen KollegInnen jedoch genau das. Denn Kündigungen veranlassen vor allem gut ausgebildete Frauen dazu, sich gegen Kinder zu entscheiden. Risikofaktoren: Bildung & Gehaltsanstieg Geburten, Gehalt, Gesellschaft Mit der statistischen Auswertung dieser umfassenden Daten konnte nun erstmals ein Zusammenhang zwischen Kündigungen und Geburtenrückgängen über lange Zeiträume hinweg gezeigt werden. Prof. Winter-Ebmer ergänzt: "Ein unerwarteter Arbeitsplatzverlust kann nicht nur langfristige Einkommensverluste und längere Arbeitslosigkeitsepisoden nach sich ziehen, er kann auch die Lebensplanung verändern: Die Geburtenzahl wird insbesondere bei karriereorientierten Frauen langfristig zurückgehen. Atypische Beschäftigungsformen und Zeitverträge sind in diesem Zusammenhang als problematisch anzusehen, weil sich Frauen so nicht auf einen stabilen Karrierepfad in einer Firma einstellen können." Die vom FWF unterstützte und bereits auf vielen internationalen Konferenzen zur Diskussion gestellte Studie erbringt damit nicht nur spannende Erkenntnisse über Effekte von Konkursen, sondern kann auch eine Prognose über die Fertilitätsentwicklung im Verlauf der derzeitigen Wirtschaftskrise geben. Details zur Studie "Clash of Career and Family: Fertility Decisions
after Job Displacement" unter: Wissenschaftlicher Kontakt Der Wissenschaftsfonds FWF Redaktion & Aussendung Wien, 17. August 2009
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