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Willkommen in Europas Metropolen? Symposium beleuchtet Integration jüdischer ImmigrantInnen Inwieweit jüdische ImmigrantInnen in Europas Metropolen bis zum Beginn des 20. Jh. ein neues Zuhause fanden - ob sie integriert oder ausgeschlossen wurden -, das zeigt ein vom 10. bis 13. Dezember in Wien stattfindendes Symposium. Der Fokus des Symposiums mit über 30 renommierten MigrationsforscherInnen aus den USA, Israel und Europa liegt darauf, die jüdische Integration im europäischen Vergleich zu untersuchen. Dabei ist es das Ziel des Organisators Dr. Ingo Haar - Lise-Meitner-Stipendiat des Wissenschaftsfonds FWF -, jüdische Migration nicht als Sonderfall zu sehen, sondern diese in den Kontext der allgemeinen Migrationsforschung zu setzen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts, verstärkt aber seit 1880/90 wanderten mehrere Millionen Juden und Jüdinnen u. a. aufgrund von Pogromen aus dem damals geteilten Polen, aus Rumänien und Russland ins westlichere Europa. Manche machten hier auch Zwischenstation auf dem Weg nach Nord- und Südamerika. Die überwiegende Mehrheit der jüdischen MigrantInnen ließ sich - wie andere MigrantInnengruppen auch - in Städten nieder. Wie sich die jüdischen ImmigrantInnen zur damaligen Zeit - noch vor dem Aufkommen des Nationalsozialismus - in die städtischen Gesellschaften integrieren konnten, beleuchtet vom 10. bis 13. Dezember ein Symposium in Wien unter dem Titel "Jewish Migration to the Metropolises of Europe, 1848-1918: A Comparative Perspective". Dieses setzt die jüdische Migration ganz bewusst in den Kontext der allgemeinen Migrationsforschung, um Ausschließungs- und Einschließungsformen in "modernen Gesellschaften" gegenüber den jüdischen Zuwanderern und Zuwanderinnen aufzuzeigen. Komplexe Realität Die Beiträge von über 30 renommierten MigrationsforscherInnen aus den USA, Israel und Europa beleuchten dabei die Integration jüdischer ImmigrantInnen in verschiedenen europäischen Metropolen, um diese einem Vergleich zuzuführen. Folgende Fragen stehen dabei u. a. im Fokus: Wie wirkten sich damals herausbildende Nationsverständnisse auf die jüdische Integration aus, wie funktionierte die jüdische Selbstorganisation oder gab es "parallele Gesellschaften" und vom wem wurden sie wie konstituiert? Wien & Berlin im Vergleich Ziel des Symposiumsorganisators ist es, dass die Erkenntnisse durch das Lise-Meitner-Projekt des FWF und das Symposium dazu beitragen, die Komplexität von Integrationsprozessen im Allgemeinen zu erfassen - und uns so aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen lassen. Programm zum Download unter: Wissenschaftlicher Kontakt Der Wissenschaftsfonds FWF
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Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Haus der Forschung, Sensengasse 1, A-1090 Wien T +43-1-505 67 40 F +43-1-505 67 39 office@fwf.ac.at - www.fwf.ac.at |
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